Auktionshaus Reinhild Tschöpe Historische Wertpapiere u. Finanzdokumente
Bruchweg 8, D - 41564 Kaarst Tel. (49) 02131/602756 Telefax (49) 02131/667949 E-Mail: info@tschoepe.de


       


53. Auktion
Historischer Wertpapiere und Finanzdokumente
Auktionshaus Reinhild Tschöpe
22. Mai 2004, 14:00 Uhr
im Ramada Renaissance Hotel Düsseldorf

Die Auktion ist beendet. Wir danken für Ihre rege Beteiligung.
Der Nachverkauf aller nicht zugeschlagenen Lose läuft bis 22. Juni 2004
zu unseren Auktionsbedingungen

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Zum Aufruf gelangte ein internationaler Querschnitt an Exponaten der Scripophilie, von den Inkunabeln unseres Sammelgebietes über Raritäten der Gründerzeit bis hin zu den Trouvaillen aus dem Bereich Autographenaktien und Finanzdokumente:

An Raritäten und äußerst selten angebotene Wertpapiere aus Deutschland kommen u.a. zum Aufruf:
Broicher Bergwerks-Actien-Verein 1858, Sieg-Rheinischer Bergwerks- und Hüttenverein von 1858 mit der Originalsignatur von Franz Wilhelm Königs als Verwaltungsrat, Chemnitz-Aue-Adorfer Eisenbahngesellschaft von 1872, Friedrich-Wilhems Nordbahn von 1849, Malzfabrik Mellrichstadt von 1883, Elb-Amerikanische Compagnie von 1825, Allgemeine Deutsche Schiffszimmerer Genossenschaft von 1929 und 1940, Zoologische Gärten aus Köln, Berlin und Leipzig- äußerst seltene Anleihe von 1899, Hugo Löwenstein AG Düsseldorf, Chemische Fabrik Krewel & Co AG Köln, Niedersächsische Landesbank AG Gründer von 1910 , Elektrizitätswerk Cönnern von 1907, Verein zur Hebung der Pferdezucht in Niederbayern AG von 1897,, Harzer Bankverein" Ilsenburg, diverse Stadtanleihen, Varia mit Börsenführern und einem Musterbuch der VEB Deutsche Wertpapierdruckerei in Leipzig

Aus dem Internationalen Angebot werden aufgerufen:
Apollinaris & St. Johannis Ltd, 1923, Kaufhaus Gum von 1911, Ussuri-Eisenbahn, Mittelasiatische Commerzbank, Lenin-Anleihe von 1922, eine Sammlung russischer Eisenbahnanleihen nach Drumm/Henseler, 235 Exponate teils mit Rarity 8 und 9; eine Sammlung US-Railroad-Bonds mit insgesamt 407 Exponaten, eine große Hollandsammlung mit diversen Stadtanleihen, u.a. Stadt Culemborg von 1791, Breda von 1862, des weiteren Alynwerke Garphytte von 1770, 4X Provintiaal Bestuur van Holland, darunter auch die 1000er, Plantagen aus Surinam und St. Jan Croix, Waterschapen, Keyzerlich Indische Compagnie, etc.
Sammlung von 17 Stücken der Societe Royale de Zoologie d' Anvers, darunter auch die Ausgabe von 1881, United States Commercial Telegraph Company von 1861, diverse Anleihen der Confederate States;
Kunst auf Aktien, u. a. Cafe de la Paix, Automobil Porthos, Hermon- Soc. Agricole Palestine-gestaltet von E. Loevy, Societa per la Bonificia dei Terreni Ferraresi, Lith. Doyen di Simondetti, Societa Italiana Segnalatore Automatico-gestaltet von Nino Bertoletti.
Internationale Eisenbahnaktien und Anleihen aus Europa und Übersee, u. a. East Indian Railway von 1856, The Madras Railway Co von 1853, Construction Bond der Ohio and Mississippi Rail Road von 1856 etc. runden unser Angebot ab.

Wir würden uns freuen, Sie am 22. Mai 2004 im Auktionssaal persönlich begrüßen zu dürfen
Sie können allerdings auch schriftlich, per Fax oder nach Registrierung via Internet bzw. nach Anmeldung telefonisch bieten.
Unseren kostenpflichtigen Katalog (EUR 10, Europa EUR 15, Übersee EUR 35) bestellen Sie bitte per e-mail unter info@tschoepe.de, per Telefon unter 0049-(0)2131 604814, per Brief oder FAX unter 0049 (0)2131-667949


 

THE POTOMAC CO. – LIEFERUNGSQUITTUNG

THE POTOMAC CO. – LIEFERUNGSQUITTUNG Vorderseite THE POTOMAC CO. – LIEFERUNGSQUITTUNG Rückseite

LIEFERUNGSQUITTUNG # 131 vom 6. Februar 1786 über Pfund 29-18-7,
Bestätigt „I have receivd the above articles“ von und im Original vorder-  und rückseitig
unterschrieben von James Rumsey (1743-1792), Dampfschiffpionier.

Rückseitig  am 5. August 1786  im Original unterschrieben von George Washington (1732-1799)
als President der Potomac Company
; Farbe: beige, schwarz; Druck auf Bütten mit Wasserzeichen:
“ Pro Patria
sowie allegorische Darstellung von zwei Soldaten mit Schwert und Hellebarde“;
Maße: 15,5 X 20; fachmännisch restaurierter Wasserschaden, im Ausruf berücksichtigt.

George Washington (1732-1799) Unterschrift George Washington (1732-1799)
George Washington (1732-1799)



James Rumsey (1743-1792)

ausführliche Beschreibung und Geschichte hier

Ob die Feuchtigkeitsspuren dieser Trouvaille vom Wasser des Potomac oder von dem gekauften Whiskey stammen,
lässt sich heute nicht mehr eruieren. EF-VF   Absolute Rarität!

Ausruf: EUR 9.500,-



STANDARD OIL TRUST
Zertifikat über 225 Shares zu je US$ 100,-; #  525;
New York, den 3. November 1882; Farbe: beige, hellgrün, grün, grau, schwarz;
Maße: 19,5 X 29,4;

STANDARD OIL TRUST

Originalunterschriften: John D. Rockefeller (1839-1937) als President, 
Henry Morrison Flagler (1830-1913), als Secretary, Jabez A. Bostwick als Treasurer
und auf dem links angeklebten Stub Daniel O’Day , Capitalist (1844-1906) 

John D. Rockefeller (1839-1937) Signatur John D. Rockefeller (1839-1937) Henry Morrison Flagler (1830-1913) Signatur Henry Morrison Flagler (1830-1913)

Am 10 Februar 1870 wurde die Firma Rockefeller, Andrews and Flagler mit einem Grundkapital von $ 1,0 Mio. in die heute schon legendäre Standard Oil Company umgewandelt. Ihre fünf Gründer waren John D. Rockefeller, sein Bruder William Rockefeller, Henry M. Flagler, Stephen Vandenburg, Harkness und der Chemiker Samuel Andrews. Die Standard Oil Company erreichte durch den Bau von Pipelines, zahlreichen Ankäufen und Übernahmen eine mächtige Monopolstellung. Bereits 1878 beherrschte die Standard Oil über 90 % der Raffineriekapazität der USA. Damit eine weitere Expansion möglich war, entschied sich John D. Rockefeller für eine neue Unternehmensform.
1879 ersann er eine ausgeklügelte Treuhandregelung. Rockefeller bestimmte drei Mitarbeiter aus dem Mittelmanagement zu Treuhändern, die Anteile einer Reihe von Tochterunternehmen hielten. Aus dieser Konstruktion entwickelte sich nach drei Jahren der Trust. Diese von John D. Rockefeller geschaffene Nachfolgegesellschaft der Standard Oil of Ohio beherrschte nahezu 90 % des Weltölmarktes. Der Marktanteil solcher Unternehmen heute, z.B. Shell oder Exxon liegt bei etwa 5 % des Welthandels. Der Umsatz des Trustes und seiner Untergesellschaften übertraf das Bruttosozialprodukt der meisten Länder der Erde.  Diese gewaltige Machtballung war dann für den amerikanischen Presidenten Theodore Roosevelt der Anlaß, das Anti-Trust-Gesetze zu erlassen.

Der Oberste Gerichtshof befahl 1911 die Auflösung des Standard Oil Trustes. Zu dieser Zeit besaß die Ges. bereits die Kontrolle über 62 Gesellschaften, die ihrerseits wiederum 53 andere Unternehmungen in verschiedenen Ländern beherrschte. Damit war der Standard Oil Trust aufgelöst. Die Großaktionäre (Rockefeller-Gruppe) hatten jedoch, wie aus den angegebenen Besitzofferten hervorging, einen weitreichenden Einfluss auch bei den Tochterges. behalten, da sie eine, ihrem Besitz an Standard Oil-Aktien entsprechende Quote an Aktien der Tochtergesellschaften erhielten.

John D. Rockefeller besaß letztlich das größte Privatvermögen, das jemals in der Neuzeit zusammengetragen wurde und verwendete einen erheblichen Teil für Stiftungen (Rockefeller-Foundation etc.). Aus der Standard Oil (Esso) Rockefellers gingen zahlreiche, große Oilkonzerne hervor, wie Exxon, Mobil-Oil, Standard Oil of California und Standard Oil of Indiana.
Henry M. Flagler engagierte sich mit zunehmendem Alter in Florida. Er baute Hotels und Vergnügungsparks und plante die notwendigen Veränderungen der Infrastruktur. Die von ihm erbaute legendäre Florida East Coast Railway war die erste Bahnlinie, die die größeren Orte an der Ostküste miteinander verband. Erst durch diese Aktivitäten wurde Florida für den Tourismus erschlossen. Flagler starb schließlich hochverehrt als Founder of Florida in West Palm Beach, wo sein Wohnhaus heute als Museum besichtigt werden kann.  John D. Rockefeller verkörperte den Typ des Großkapitalisten, der persönlich sehr puritanisch lebte und seinen Reichtum mäzenatisch anlegte. 1980 gründete er die Universität Chicago und 1913 die Rockefeller-Foundation, eine Stiftung zum „Wohlergehen der Menschheit“.
Daniel O’Day wurde in Irland geboren, emigrierte mit seinem Eltern nach Buffalo und ging nach Beendigung der Schule in die Oil-Region Pennsylvanias. 1865 stieg er als Agent in das Öltransportgeschäft ein, arbeitete für Rockefellers National Transit und bekleidete später den Posten des President der Northwestern Ohio National Gas Company.

VF Rasterentwertung und Strichentwertung mit roter Tinte, anhängender Stub.

Ausruf: EUR 1.800,-




THE CHARTIERS RAILWAY COMPANY

Certificate über Shs 76 # 974; Philadelphia, 14. Oktober 1885; Farbe: beige, schwarz; Trockensiegel; 
eingetragen auf und on verso im Original  von  Henry Clay Frick (1849-1919)

THE CHARTIERS RAILWAY COMPANY Henry Clay Frick (1849-1919) Signatur Henry Clay Frick (1849-1919)

Henry Clay Frick, Fabrikant und Kapitalist, erwarb sein Vermögen durch die Produktion von Koks und Stahl. Nach einer oberflächlichen Schulausbildung verdingte er sich ein Jahr lang als Buchhalter in einer bekannten Whiskybrennerei seines Großvaters. Nebenbei baute er mit ausgesuchten Teilhabern Koksöfen im dortigen Kohlengebiet. Mit 21 Jahren borgte er sich von Thomas Mellon in Pittsburgh 10.000 Dollar, um kohlenhaltiges Land zu erwerben und gründete die Frick & Companie. Die Panik von 1873 ermöglichte es Frick, mit einem weiteren Darlehen alles kohlenhaltige Land und alle Koksöfen der Gegend zu kaufen. Außerdem brachte er es fertig, seine Öfen durch die Depression zu bringen. Als die Pittsburghs Eisenhüttenleute herausfanden, um wie viel geeigneter der Koks aus Conesville für die Herstellung feinen Stahls war, entdeckten sie zugleich, dass sich nahezu die gesamte Kokserzeugung dieser Gegend in den Händen von H.C. Frick & Comp. befand. Die Carnegie-Werke waren stark auf die Frick’sche Kokserzeugung angewiesen. Carnegie bot Frick daher die Generaldirektion aller seiner Unternehmungen an und dazu eine Aktienbeteiligung. Frick nahm das Angebot an und wurde bald mehr als nur ein Teilhaber. War er doch mittlerweile selber Millionär und hieß längst überall der Kokskönig. Bei den Verhandlungen zwischen Morgan u. Rockefeller zwecks Übernahme des Carnegie-Konzerns spielte er eine wichtige Vermittlerrolle, die 1901 zur Formierung der United States Steel  Corporation  führte. Frick war der einzige Mann im ganzen Carnegie-Konzern, den alle, Carnegie eingeschlossen, stets ehrfurchtsvoll mit „Mister“ anredeten.  Seine Hinterlassenschaft ging in eine Stiftung mit 15 Millionen Dollar ein.

Die Chartiers Railway wurde am 7.2.1853 als Chartiers Valley Rr. gegründet. Am 1.1. 1872  wurde die Bahn reorganisiert als Chartiers Ry. Sie befuhr die Strecke (13 Meilen) Mansfield-Washington, Pa. verpachtet wurde sie am 1.1.1872 auf 99 Jahre an die Pittsburgh, Cincinnati and St. Louis Ry. Co., die die Bahn für die Pennsylvania Company betrieb. Lochentwertung, VF Äußerst selten!

Ausruf: EUR 1.700,-



PEORIA DECATUR & EVANSVILLE RAILWAY COMPANY
Certificate über Shs 100 # A 6204; 2. Januar 1891; Farbe: grün, schwarz, weiß; Maße: 20 X 28. -

Originalunterschrift on verso: James Stillman (1850 - 1918)

PEORIA DECATUR & EVANSVILLE RAILWAY COMPANY James Stillman (1850 - 1918) Signatur James Stillman (1850 - 1918)

 James Stillman war Teilhaber des Handelshauses Smith, Woodward & Stillman. Mit den Gewinnen, die ihm aus diesem Unternehmen zuflossen, beteiligte er sich an verschiedenen Finanztransaktionen des berühmten Bankiers Moses Taylor. So war er auch an einigen Geschäften der Rockefellers beteiligt. Durch diese geschäftliche Verbindung wurde er ein Freund der Rockefellers und erlangte nicht zuletzt deshalb immer größeren Einfluss im amerikanischen Kreditgewerbe. In den 90 iger Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde Stillman President der National City Bank (heute Citicorp). Seine Liebe galt der Kunst. So war er nicht nur eine der renommiertesten Unternehmerpersönlichkeiten sondern auch einer der größten Kunstmäzene seiner Zeit. Die Stillmann-Autographen auf Wertpapieren gehören zu den äußerst seltenen Signaturen des Sammlermarktes. Die Aktie trägt auf der Rückseite seine unentwertete Unterschrift. VF

Ausruf: EUR 1.200,-



PIEDMONT AND NORTHERN RAILWAY COMPANY

5% First Mortgage Bond über $ 50.000 # AL40; 1. Juli 1919; Farbe: kaminrot, beige; Maße: 24 X 33,5;
- eingetragen auf und on verso im Original unterschrieben James B. Duke (1856-1929)
Cigarette manufacturer, philantrophist benefactor of Duke University  as Trustee for Doris Duke.

PIEDMONT AND NORTHERN RAILWAY COMPANY James B. Duke (1856-1929) Signatur James B. Duke (1856-1929)

James Buchanan (Buck) Duke, geboren 1856 auf einer kleinen Farm bei Durham (North Carolina) gründete nach den Wirren des Bürgerkrieges die Fa. W. Duke & Sons zusammen mit seinem Vater Washinton Duke, seinem Bruder Benjamin und seinem Halbbruder Brodie. Sie bauten auf der Farm des Vaters die Tabaksorte "Bright Leaf Tobacco" an, die auf Grund ihrer hervorragenden geschmacklichen Eigenschaften zum Verkaufsschlager wurde, heimkehrende Soldaten des Bürgerkrieges sorgten für eine schnelle Publizität. Unter dem Namen Pro Bono Publico verkauften W. Duke & Sons im ersten Jahr bereits 15000 Pfund Tabak und nahmen 5.000 $ ein.
Nach Besuch der kaufmännischen Schule wurde James Buchanan Duk zur bestimmenden Figur des Unternehmens, gründete 1878 mit George Watts aus Baltimore die erste Aktiengesellschaft mit einem gleichen Kapitalanteil von 70.000$ unter dem Namen Blackwell's Bull Durham, zwei Jahre später kam Richard H. Wright hinzu. Produziert wurde Pfeifentabak, Zigarren und Kautabak.
Im Jahre 1881 stieg Duke aus und wechselte in den seinerzeit kleinen Bereich der Zigarettenindustrie. Zu dieser Zeit gab es nur 4 Hauptproduzenten in den USA, von denen es keiner verstanden hatte, das Potential der industriellen Fertigung und der Werbung zu nutzen.
Duke setzte auf die maschinelle Produktion, seine Maschinen drehten 200 Zigaretten in der Minute und seine neuen praktischen Zigarettenboxen verkaufte er zur Hälfte des normalen Preises, ging 1884 nach New York in das Zentrum des Zigaretten möglich war, entschied sich John D. Rockefeller für eine neue Unternehmensform.
1879 ersann er eine ausgeklügelte Treuhandregelung. Rockefeller bestimmte drei Mitarbeiter aus dem Mittelmanagement zu Treuhändern, die Anteile einer Reihe von Tochterunternehmen hielten. Aus dieser Konstruktion entwickelte sich nach drei Jahren der Trust. Diese von John D. Rockefeller geschaffene Nachfolgegesellschaft der Standard Oil of Ohio beherrschte nahezu 90 % des Weltölmarktes. Der Marktanteil solcher Unternehmen heute, z.B. Shell oder Exxon liegt bei etwa 5 % des Welthandels. Der Umsatz des Trustes und seiner Untergesellschaften übertraf das Bruttosozialprodukt der meisten Länder der Erde.  Diese gewaltige Machtballung war dann für den amerikanischen Presidenten Theodore Roosevelt der Anlaß, das Anti-Trust-Gesetze zu erlassen.

Der Oberste Gerichtshof befahl 1911 die Auflösung des Standard Oil Trustes. Zu dieser Zeit besaß die Ges. bereits die Kontrolle über 62 Gesellschaften, die ihrerseits wiederum 53 andere Unternehmungen in verschiedenen Ländern beherrschte. Damit war der Standard Oil Trust aufgelöst. Die Großaktionäre (Rockefeller-Gruppe) hatten jedoch, wie aus den angegebenen Besitzofferten hervorging, einen weitreichenden Einfluss auch bei den Tochterges. behalten, da sie eine, ihrem Besitz an Standard Oil-Aktien entsprechende Quote an Aktien der Tochtergesellschaften erhielten.

John D. Rockefeller besaß letztlich das größte Privatvermögen, das jemals in der Neuzeit zusammengetragen wurde und verwendete einen erheblichen Teil für Stiftungen (Rockefeller-Foundation etc.). Aus der Standard Oil (Esso) Rockefellers gingen zahlreiche, große Oilkonzerne hervor, wie Exxon, Mobil-Oil, Standard Oil of California und Standard Oil of Indiana.
Henry M. Flagler engagierte sich mit zunehmendem Alter in Florida. Er baute Hotels und Vergnügungsparks und plante die notwendigen Veränderungen der Infrastruktur. Die von ihm erbaute legendäre Florida East Coast Railway war die erste Bahnlinie, die die größeren Orte an der Ostküste miteinander verband. Erst durch diese Aktivitäten wurde Florida für den Tourismus erschlossen. Flagler starb schließlich hochverehrt als Founder of Florida in West Palm Beach, wo sein Wohnhaus heute als Museum besichtigt werden kann.  John D. Rockefeller verkörperte den Typ des Großkapitalisten, der persönlich sehr puritanisch lebte und seinen Reichtum mäzenatisch anlegte. 1980 gründete er die Universität Chicago und 1913 die Rockefeller-Foundation, eine Stiftung zum „Wohlergehen der Menschheit“.
Daniel O’Day wurde in Irland geboren, emigrierte mit seinem Eltern nach Buffalo und ging nach Beendigung der Schule in die Oil-Region Pennsylvanias. 1865 stieg er als Agent in das Öltransportgeschäft ein, arbeitete für Rockefellers National Transit und bekleidete später den Posten des President der Northwestern Ohio National Gas Company.

VF Rasterentwertung und Strichentwertung mit roter Tinte, anhängender Stub.

Ausruf: EUR 1.800,-




THE CHARTIERS RAILWAY COMPANY

Certificate über Shs 76 # 974; Philadelphia, 14. Oktober 1885; Farbe: beige, schwarz; Trockensiegel; 
eingetragen auf und on verso im Original  von  Henry Clay Frick (1849-1919)

THE CHARTIERS RAILWAY COMPANY Henry Clay Frick (1849-1919) Signatur Henry Clay Frick (1849-1919)

Henry Clay Frick, Fabrikant und Kapitalist, erwarb sein Vermögen durch die Produktion von Koks und Stahl. Nach einer oberflächlichen Schulausbildung verdingte er sich ein Jahr lang als Buchhalter in einer bekannten Whiskybrennerei seines Großvaters. Nebenbei baute er mit ausgesuchten Teilhabern Koksöfen im dortigen Kohlengebiet. Mit 21 Jahren borgte er sich von Thomas Mellon in Pittsburgh 10.000 Dollar, um kohlenhaltiges Land zu erwerben und gründete die Frick & Companie. Die Panik von 1873 ermöglichte es Frick, mit einem weiteren Darlehen alles kohlenhaltige Land und alle Koksöfen der Gegend zu kaufen. Außerdem brachte er es fertig, seine Öfen durch die Depression zu bringen. Als die Pittsburghs Eisenhüttenleute herausfanden, um wie viel geeigneter der Koks aus Conesville für die Herstellung feinen Stahls war, entdeckten sie zugleich, dass sich nahezu die gesamte Kokserzeugung dieser Gegend in den Händen von H.C. Frick & Comp. befand. Die Carnegie-Werke waren stark auf die Frick’sche Kokserzeugung angewiesen. Carnegie bot Frick daher die Generaldirektion aller seiner Unternehmungen an und dazu eine Aktienbeteiligung. Frick nahm das Angebot an und wurde bald mehr als nur ein Teilhaber. War er doch mittlerweile selber Millionär und hieß längst überall der Kokskönig. Bei den Verhandlungen zwischen Morgan u. Rockefeller zwecks Übernahme des Carnegie-Konzerns spielte er eine wichtige Vermittlerrolle, die 1901 zur Formierung der United States Steel  Corporation  führte. Frick war der einzige Mann im ganzen Carnegie-Konzern, den alle, Carnegie eingeschlossen, stets ehrfurchtsvoll mit „Mister“ anredeten.  Seine Hinterlassenschaft ging in eine Stiftung mit 15 Millionen Dollar ein.

Die Chartiers Railway wurde am 7.2.1853 als Chartiers Valley Rr. gegründet. Am 1.1. 1872  wurde die Bahn reorganisiert als Chartiers Ry. Sie befuhr die Strecke (13 Meilen) Mansfield-Washington, Pa. verpachtet wurde sie am 1.1.1872 auf 99 Jahre an die Pittsburgh, Cincinnati and St. Louis Ry. Co., die die Bahn für die Pennsylvania Company betrieb. Lochentwertung, VF Äußerst selten!

Ausruf: EUR 1.700,-



PEORIA DECATUR & EVANSVILLE RAILWAY COMPANY
Certificate über Shs 100 # A 6204; 2. Januar 1891; Farbe: grün, schwarz, weiß; Maße: 20 X 28. -

Originalunterschrift on verso: James Stillman (1850 - 1918)

PEORIA DECATUR & EVANSVILLE RAILWAY COMPANY James Stillman (1850 - 1918) Signatur James Stillman (1850 - 1918)

 James Stillman war Teilhaber des Handelshauses Smith, Woodward & Stillman. Mit den Gewinnen, die ihm aus diesem Unternehmen zuflossen, beteiligte er sich an verschiedenen Finanztransaktionen des berühmten Bankiers Moses Taylor. So war er auch an einigen Geschäften der Rockefellers beteiligt. Durch diese geschäftliche Verbindung wurde er ein Freund der Rockefellers und erlangte nicht zuletzt deshalb immer größeren Einfluss im amerikanischen Kreditgewerbe. In den 90 iger Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde Stillman President der National City Bank (heute Citicorp). Seine Liebe galt der Kunst. So war er nicht nur eine der renommiertesten Unternehmerpersönlichkeiten sondern auch einer der größten Kunstmäzene seiner Zeit. Die Stillmann-Autographen auf Wertpapieren gehören zu den äußerst seltenen Signaturen des Sammlermarktes. Die Aktie trägt auf der Rückseite seine unentwertete Unterschrift. VF

Ausruf: EUR 1.200,-



PIEDMONT AND NORTHERN RAILWAY COMPANY

5% First Mortgage Bond über $ 50.000 # AL40; 1. Juli 1919; Farbe: kaminrot, beige; Maße: 24 X 33,5;
- eingetragen auf und on verso im Original unterschrieben James B. Duke (1856-1929)
Cigarette manufacturer, philantrophist benefactor of Duke University  as Trustee for Doris Duke.

PIEDMONT AND NORTHERN RAILWAY COMPANY James B. Duke (1856-1929) Signatur James B. Duke (1856-1929)

James Buchanan (Buck) Duke, geboren 1856 auf einer kleinen Farm bei Durham (North Carolina) gründete nach den Wirren des Bürgerkrieges die Fa. W. Duke & Sons zusammen mit seinem Vater Washinton Duke, seinem Bruder Benjamin und seinem Halbbruder Brodie. Sie bauten auf der Farm des Vaters die Tabaksorte "Bright Leaf Tobacco" an, die auf Grund ihrer hervorragenden geschmacklichen Eigenschaften zum Verkaufsschlager wurde, heimkehrende Soldaten des Bürgerkrieges sorgten für eine schnelle Publizität. Unter dem Namen Pro Bono Publico verkauften W. Duke & Sons im ersten Jahr bereits 15000 Pfund Tabak und nahmen 5.000 $ ein.
Nach Besuch der kaufmännischen Schule wurde James Buchanan Duk zur bestimmenden Figur des Unternehmens, gründete 1878 mit George Watts aus Baltimore die erste Aktiengesellschaft mit einem gleichen Kapitalanteil von 70.000$ unter dem Namen Blackwell's Bull Durham, zwei Jahre später kam Richard H. Wright hinzu. Produziert wurde Pfeifentabak, Zigarren und Kautabak.
Im Jahre 1881 stieg Duke aus und wechselte in den seinerzeit kleinen Bereich der Zigarettenindustrie. Zu dieser Zeit gab es nur 4 Hauptproduzenten in den USA, von denen es keiner verstanden hatte, das Potential der industriellen Fertigung und der Werbung zu nutzen.
Duke setzte auf die maschinelle Produktion, seine Maschinen drehten 200 Zigaretten in der Minute und seine neuen praktischen Zigarettenboxen verkaufte er zur Hälfte des normalen Preises, ging 1884 nach New York in das Zentrum des Zigarettenhandels und erklärte den vier dort ansässigen Hauptfirmen, die im Jahre 1880 bereits 80 % des Zigarettenmarktes beherrschten, den Krieg. Bereits nach zwei Jahren war der Markt auf 2,2 Billionen Zigaretten angewachsen und Duke & Sons. besaßen 38 % davon, 1889 wurde Duke zum führenden Händler, 1890 schloss er sich mit seinen Konkurrenten zusammen und gründete die "American Tobacco", deren President er wurde.
Diese Gesellschaft war somit eine der ersten echten Aktiengesellschaften der amerikanischen Geschichte, kontrollierte mit einem Kapital von 25 Millionen 80 % des nationalen Zigarettenhandels, erwirtschaftete in den ersten Jahren einen Profit von 3 Mio. $ und fand somit Aufnahme in den 1896 erstmals publizierten Dow Jones Index.
Durch die Erfindung der Filterzigarette verlor die ATC ihre Stellung an Reynolds und Philip Morris. In den 1960er Jahren  expandierte die ATC auch in anderen Branchen, gründete die Firmen Gallager Ltd., (einen der größten engl. Tabakhersteller), J.B. Beam Destilling Company, Sunshine Bisquits, Duffy-Mott sowie einige Firmen für Büroprodukte. Aufgrund der veränderten Betriebsstruktur wurde der Firmenname geändert in  "American Brands ",
Der US-Mischkonzern American Brands hat angesichts einer Flut von Raucherklagen gegen US-Zigarettenfirmen endgültig das Handtuch geworfen. Er steigt vollständig aus dem Zigarettengeschäft aus, indem er die britische Zigarettentochter Gallaher mit einem Umsatz von fast 6,5 Milliarden Dollar verselbständigt und die Aktien dieser Firma an die eigenen Aktionäre überträgt. Gleichzeitig werden die Restoperationen der American Brands mit einem Umsatz von 4,5 Milliarden Dollar in die neue US-Gesellschaft Fortune Brands eingebracht. Sie produziert unter anderem Moen-Wasserhähne, Cobra-Golfausrüstungen und Jim Beam-Bourbon-Wisky.
Gallaher ist mit Marken wie Benson & Hedges und Silk Cut und einem Marktanteil von 40 Prozent der größte britische Zigarettenproduzent. American Brands hatte bereits im April 1994 seine traditionsreiche US-Zigarettenfirma American Tobacco Company für eine Milliarde Dollar an die britische Firma BAT Industries verkauft.  VF sehr Selten!

Ausruf: EUR 750,-



PAN AMERICAN AIRWAYS CORPORATION

Certificate über Shs. 4 zu je $ 100; # 3200; 29. Juni 1933; Farbe: orange, beige; Maße: 20,5 X 28,5; 
VF eingetragen auf  und on verso im Original unterschrieben von
James Smith McDonnell (1899-1980) Aerospace Pioneer  und Philantroph

PAN AMERICAN AIRWAYS CORPORATION James Smith McDonnell (1899-1980) Signatur James Smith McDonnell (1899-1980)

James Smith McDonnell wurde am 9. April 1899 als viertes Kind eines Baumwollpflanzers in Little Rock Arkansas geboren. 1917 schloss er die Highschool ab und studierte nach kurzem Militärdienst Physik in Princeton. Nach Abschluss seines Studiums nahm er weiterführende Kurse am Massachusetts Institut of Technologie (MIT). Er arbeitete in der Luftfahrtindustrie bis er schließlich am 6. Juli 1939 die Firma McDonnell Aircraft Corporation in St. Louis gründete. Viele Kampfflugzeuge der US Air Force und Navy wurden seither von McDonnell produziert. Besonders hervorzuheben ist die F 4 Phantom, die auch bei der Luftwaffe der BRD bezogen wurde. Ende der 50er Jahre erhielt McDonnell von der NASA den Auftrag zum Bau einer Raumkapsel für das Mercury Projekt, bei dem zum ersten mal ein Amerikaner in eine Erdumlaufbahn gelangte. Im Jahr 1963 versuchte McDonnell den Mitbewerber Douglas Aircraft zu übernehmen. Dieser Versuch schlug fehl. Im Jahr 1967 fusionierte McDonnell mit dem zu diesem Zeitpunkt angeschlagenen Konkurrenten und so entstand die Firma McDonnell Douglas Corporation. James McDonnell wurde Vorstandsvorsitzender. Bis zu seinem Tode im Jahr 1980 verblieb James McDonnell aktiv in der Firma. Am 15. Dezember 1996 wurde McDonnell Douglas  Boing übernommen. Die James S. McDonnell Foundation wurde von ihm 1950 gegründet unter dem Motto "improve the quality of life“. Sie unterstützt im Rahmen ihrer 21st Century Science Initiative folgende Schwerpunkte: - Bridging Brain, Mind, and Behavior- Studying Complex Systems- Brain Cancer Research. Heute arbeiten die drei großen Flugzeughersteller Boeing, McDonell Douglas und Airbus am ultimativen Passagiertransporter für das nächste Jahrhundert. Statt knapp über 500, wie in der aktuellen Ausgabe der Boeing 747-400, sollen dann 800 bis 1000 Passagiere verteilt auf zwei Ebenen transportiert werden. Äußerst selten! Lochentwertung VF

Ausruf: EUR 1.200,-


 

THE NORTH AMERICAN PHONOGRAPH COMPANY

6% Bond über $ 1000; Jersey City, 1. Mai 1892; # 140; Farbe: rot/ schwarz/ weiß; Maße: 43 X 35,4;

Originalunterschrift: Samuel Insull (1859-1938)!  Rückseitig eingetragen auf die
Edison Phonograph Works Co., sowie auf Thomas A. Edison.
Der Erlös dieser Anleihe diente
der Finanzierung von Rechtsansprüchen Thomas Alva Edisons Phonographen einerseits, andererseits
sollten Mittel bereitgestellt werden, um eine weltweite Vermarktung seiner Erfindung vornehmen zu können.

Es wurden erstmals 300 Anleihen zu je $ 1000 begeben.

THE NORTH AMERICAN PHONOGRAPH COMPANY Samuel Insull (1859-1938) SIgnatur Samuel Insull (1859-1938)

Insull bekleidete in den Betrieben Edisons eine hohe Position. Er galt als das Finanzgenie der Edison Industrial Holdings. Später trennte er sich von ihm und wurde der maßgebliche Mann der städtischen Betrieben Chicagos. Mit Hilfe eines gigantischen Schachtelaufsichtsrates kontrollierte Insull schließlich ein Achtel der Stromversorgung der Vereinigten Staaten. In 65 Gesellschaften bekleidete er den Präsidentenposten; in 85 Gesellschaften hatte er den Direktorenposten inne. Als sein Versorgungsimperium 1932 zusammenbrach und damit Tausenden von Aktionären den finanziellen Ruin brachte, setzte sich Insull nach Griechenland ab. Äußerst selten! VF

Ausruf: EUR 1.200,-



CODY´S WYOMING COAL COMPANY
Certificate über Shs. 25 zu  je $ 100; 25. Februar 1904; Farbe: hellbraun, beige, schwarz, grau;
Trockensiegel; Maße: 21 x 28; eingetragen auf und 2 X im Original unterschrieben von
William Frederick Cody –
„Buffalo Bill“, amerik. Pionier und Offizier,
vorderseitig als President und rückseitig unter dem Transfereintrag.

CODY´S WYOMING COAL COMPANY William Frederick Cody – „Buffalo Bill“

Signatur Vorderseite William Frederick Cody – „Buffalo Bill“ SIgnatur Rückseite William Frederick Cody – „Buffalo Bill“

William Frederick Cody prägte wie kein Anderer, das Bild vom wilden Westen. Als waghalsiger Pony-Express-Reiter, Scout, Fährtensucher und Kundschafter arbeitend versorgte er während des amerikanischen Bürgerkrieges ( 1861-1865) und danach bis 1868 die Arbeiter beim Bau der Pazifikbahn, der Kansas Pacific Railroad, mit Büffelfleisch. Die Dezimierung der einst riesigen Bisonherden brachte ihm seinen Spitznamen ein. Als Kavallerieoberst kämpfte Buffalo Bill von 1868-1872 und 1876 in den Feldzügen gegen die Indianer und wurde Held zahlloser Indianergeschichten.
Als Ranchbesitzer und Schauspieler bereiste er mit seiner berühmten Wild West Show, in der auch echte Indianer mitspielten, eine zeitlang sogar das Oberhaupt der Sioux Häuptling „Sitting Bull“, die ganze Welt und zeigte sie den reichen Scheichs in arabischen Ländern ebenso wie den Königshäusern in Europa und Asien.
Es gelang ihm, in New Orleans die damals schon berühmte und in Wildwest-Shows auftretende Annie Oakly (1860 1926) eigentlich (Phoebe Moses), Scharfschützin und Kunstschützin für seine Shows zu engagieren. Annie Oakley war das fünfte von acht Kindern einer armen Quäkerfamilie. Bereits ab ihrem neunten Lebensjahr jagte Annie Oakley Kaninchen und andere Tiere für den Kochtopf. Sie jagte so erfolgreich, dass sie damit auch Geld verdiente. Ihr Ruf als Schützin verbreitete sich in Windeseile. Sie nahm auch an Wettbewerben teil und als sie in Cincinnati den Kunstschützen Frank Butler besiegte, verliebte sich dieser in sie.  Mit knapp 16 Jahren heiratete sie Butler. Er brachte ihr Lesen und Schreiben bei und managte ihre Auftritte an Wildwest-Shows. Gemeinsam reisten sie durch den mittleren Westen. In New Orleans trafen sie auf Buffalo Bills Wildwestshow - Cody engagierte sie vom Fleck weg. Während 17 Jahren reiste Oakley als Hauptattraktion mit Buffalo Bill. Sie traf in die Luft geworfene Würfel aus 30 Schritt Entfernung und schoss ihrem Mann die brennende Zigarette aus dem Mund.  Ihr Ruf gelangte auch über den Teich: Queen Victoria gehörte zu ihren Bewundererinnen und der spätere deutsche Kaiser Wilhelm II. ließ sich von ihr eine Zigarette aus dem Mund schießen.  Im Jahr 1901 wurde Anne Oakley bei einem Eisenbahnunglück schwer verletzt. In der Folge blieb sie teilweise gelähmt, erholte sich aber so weit, dass sie noch einige Rekorde aufstellen konnte. 1922 hatte sie einen Autounfall, von dem sie sich nicht mehr erholte. Sie starb vier Jahre später mit 66 Jahren.  Irving Berlin ehrte Annie Oakley mit seinem Musical Annie Get Your Gun aus dem Jahr 1946.
Buffalo Bill konnte mit seinem verdienten Geld allerdings nicht so gut umgehen. Er verdiente mit seinem Business Millionen von Dollar, investierte diese im Ölfirmen, Bewässerungsfirmen, im Kohlebergbau, in der Kräuterheilkunde, baute Hotels, Filmproduktionsfirmen, etc. Dies alles aber brachte letztlich nicht den gewünschten Erfolg. Cody sagte einmal zu einem befreundeten Geschäftsmann:“ wenn ich sterbe, steht auf meinem Grabstein “'Here lies Bill Cody, who made a million dollars in the show business and distributed it among friends.” Am Ende seines Lebens war er ziemlich arm.
Die von ihm gegründete Westernstadt Cody im Herzen Wyomings erreicht man heute vom Yellowstone Nationalpark aus, durch den Shoshone National Forest auf dem Buffalo Bill Cody Scenic Highway, eine der schönsten Strassen Amerikas, Das bekannte Irma Hotel in Cody gehörte einmal Buffalo Bill und trägt den Namen seiner Tochter. Die vielleicht größte Attraktion Codys ist das Buffalo Bill Historical Center, das 4 hervorragende, international anerkannte Museen aufweist. Das Buffalo Bill Museum präsentiert eine ausgedehnte Sammlung von persönlichen Gegenständen des Wild West Helden. In der Whitney Gallery of Western Art wird eine vorzügliche Auswahl von Werken aller bekannten Maler von 1880 bis zur Gegenwart gezeigt, die das Leben im Westen zum Motiv ihrer Bilder machten. Das Indian Plains Museum besitzt eine der schönsten Sammlungen von Gegenständen der Sioux-, Cheyenne-, Shoshone-, Crow-, Arapaho- und der Blackfeet-Indianer. Das Winchester Arms Museum beherbergt eine umfangreiche Waffensammlung, hier sind über 5000 Schusswaffen aus dem vergangenen Jahrhundert zu besichtigen. Die rückseitige Unterschrift Codys ist strichentwertet, Knickfalten, EF-VF Äußerst selten!

Ausruf: EUR 3.000,-




WALT DISNEY INCORPORATED

Certificate über Shs. 10 # 9;  19. August 1964; Farbe: hellgrün, grün; Maße: 17 X 25,5;
anhängender Stub; eingetragen auf und auf dem Stub im Original unterschrieben von
Walt (Walter Elias) Disney (1901-1966); Cartoonist, Filmproduzent, Gründer von Disneyworld!

WALT DISNEY INCORPORATEDWalt (Walter Elias) Disney (1901-1966)

Signatur Walt (Walter Elias) Disney (1901-1966)

Walter Elias Disney wurde am 5. Dezember 1901 als eines von 5 Kindern geboren. Er hatte 3 Brüder und eine Schwester. Sein Vater Elias Disney war Kanadier irischer Abstammung und seine Mutter Amerikanerin mit deutschen Ursprüngen. Disney wuchs auf einer Farm bei Marceline in Missouri auf. Im Alter von 7 Jahren verkaufte er bereits erste Zeichnungen in der Nachbarschaft. Im Herbst 1918 wollte Disney der Armee beitreten. Aufgrund seiner Jugend, er war zu diesem Zeitpunkt erst 16 Jahre alt, wurde er abgelehnt. Er trat dem Roten Kreuz bei und verbrachte in dieser Zweit auch ein Jahr als Krankenwagenfahrer in Europa. Sein ganzer Wagen wurde von ihm mit Cartoons bemalt. Nach seiner Rückkehr begann er 1920 seine Karriere als Reklamezeichner in Kansas City. Im August 1923 ging Walt zu seinem Bruder nach Hollywood, gründete hier die Disney Brothers Studios. Gemeinsam begannen sie mit der Produktion kurzer Cartoonfilme. Am 13. Juli 1925 heiratete Walt Lillian Bounds, eine seiner ersten Angestellten in Lewiston Ohio. Die beiden bekamen zwei Töchter. Disney schuf neue Märchengestalten, von denen die Mickey Mouse im Jahre 1926 den entgültigen Grundstein für seine Karriere legte. Ihre Nebenfiguren wurden zu Hauptpersonen neuer Trickfilmserien, darunter „Donald Duck“, „Goofy“ und „Onkel Dagobert“. 1937 entstand der erste abendfüllende Spielfilm, die Märchenversion „Schneewittchen und die sieben Zwerge“, dem neben anderen 1938 „Ferdinand, der Stier“ folgte, 1940 „Pinocchio“, 1941 „Bambi“, 1951 „Alice im Wunderland“ und 1955 „Susi und Strolch“. Nach dem Krieg drehte Disney auch Dokumentarfilme wie „Die Wüste lebt“ 1953, „Wunder der Prärie“ 1954 und „20.000 Meilen unter dem Meer“ 1955. Ab 1953 begann Disney mit der Planung und dem Bau eines Vergnügungsparks nach dem Vorbild des Tivoli-Gartens in Kopenhagen. Zur Finanzierung gründete er die Walt Disney Incorporated. 1/3 des gesamten Aktienkapitals übernahm die American Broadcasting Co. (ABC) für $ 500.000 nebst einer Kreditgarantie von $ 4,5 Mio. ABC erhielt dafür außerdem die TV-Rechte der Disneyland-Show, aus der sich die Mickey Maus Club Show entwickelte. Die Eröffnung des Vergnügungsparks „Disneyland“ in Anaheim/Californien stellte einen weiteren Meilenstein dar und wurde ein großer Erfolg. ABC verkaufte infolge den 1/3 Anteil an Walt zurück. Die Walt Disney Incorporated wurde mit der Walt Disney Company verschmolzen und ab 1957 an der New Yorker Stockexchange gelistet. Walt Disney starb am 15. Dezember 1966. Sein Unternehmen prosperierte zum Weltkonzern.

Eingetragen ist das hier angebotene Certificat auf Walter E. Disney Custodian for Christopher Miller, a minor, under the California Gifts of Securites to Minor Act – das gesamte Aktienbuch enthielt lediglich 20 Stücke. Davon waren 9 ausgefüllt, 6 Exemplare trugen die Originalunterschrift von Walt Disney als President. Diese Stücke befinden sich heute im Besitz von Museen bzw. liegen in bedeutenden Sammlungen. Die hier angebotene Nr. 9 wurde von Walt Disney in seiner Funktion als Treuhänder mit eigener Hand auf dem Stub signiert. Rarität! EF

Ausruf: EUR 12.500,-



THE CHICAGO; ROCK ISLAND AND PACIFIC RAILWAY COMPANY
 General Mortgage Gold Bond  über $ 5.000 # B927;25. März 1899; Farbe: graublau, beige; Maße: 24 X 33;
eingetragen auf die Eastman Kodak Company; rückseitig im Original unterschrieben von Georg Eastman  (1854-1925)

THE CHICAGO; ROCK ISLAND AND PACIFIC RAILWAY COMPANY Georg Eastman  (1854-1925) Signatur Georg Eastman  (1854-1925)

Eastman, George, amerikanischer Erfinder, Industrieller und Philanthrop  bemühte sich intensiv um die Verbesserung und - Vereinfachung der fotografischen Plattentechnik. 1880 machte er sich mit der Aufnahme der Trockenplatten-Fabrikation selbständig und experimentierte mit biegsamen Schichtträgern für lichtempfindliche Emulsionen. 1889 hatte Eastman den transparenten Rollfilm auf durchsichtigem Zelluloid für die von ihm konstruierte Kodak-Box Kamera 1 entwickelt. Mit den so erreichten Neuerungen, Wegfall des mühsamen Plattenwechsels nach jeder Aufnahme und - erstmals - Aufnahmen ohne  Stativ aus freier Hand, war, mit anfangs noch runden Bildern, der Amateurfotografie der Weg bereitet. Er gründete 1889 die Eastman-Company (ab 1901 Eastman-Kodak), die schnell zum führenden Film- und Kamerawerk der Welt wurde. Eastman erlebte noch den großen Aufschwung der Fotografie in den 1920er Jahren durch den Kleinbildfilm und die industrielle Entwicklung der Aufnahmen, ehe er seinem Leben ein Ende setzte. Zu erwähnen ist, daß er bis 1925 über $ 58.000.000 für Erziehungszwecke spendete, insbesondere auch an die Universität Rochester für die Förderung der Medizin und Musik. Die Martin Johnson African Expedition Corporation wurde ebenfalls von ihm mitfinanziert. Martin und Osa Johnson, Buchautoren und Filmemacher von 1917 bis 1937; ihre Safaridokumentationen durch Fotos und Bücher ermöglichten  es Millionen von Amerikanern, ihre spannenden Erfahrungen stellvertretend mitzuerleben. In dieser Zeit veröffentlichten die  Johnsons ihre Pioniertätigkeit in Afrika  und entwickelten eine neue Möglichkeit der Dokumentation, die Filmproduktion, unterstützt von George Eastman. Er gab Ihnen seine Filmrollen mit und unterstützte die Johnsons finanziell.  Der Erfolg enorm, mit „Simba“ dem ersten Film mit Ton gelang der große Durchbruch. Die beiden wurden auf eine Stufe mit anderen großen Entdeckern und Forschern gestellt und behandelt wie Filmstars in Hollywood. 1932 wurden mit dem Film „Congorilla“ der erste Tonfilm in Afrika gedreht.

Die Linien dieser Bahn erreichten als erste den Mississippi. In kürzester Zeit wurde vom Atlantik der Schienenstrang an die Ufer des Flusses bei Rock Island getrieben. Das Werk war dem großen Eisenbahnbauer Henry Farnam zu verdanken. Unter Farnams Mitarbeitern befand sich auch Thomas Clark Durant, der mit rüden Methoden den größten Profit in die eigene Tasche lenkte. Durant, der bald das Sagen bei diesem Projekt hatte, bootete Farnam aus, sobald er diesen nicht mehr brauchte. Durant rief das angefangene Projekt zur ersten Transcontinental - Eisenbahn aus und änderte den Namen der Gesellschaft in „Chicago, Rock Island & Pacific Railroad“. Die Bahn sollte jedoch nie auf eigenen Schienensträngen das westliche Meer erreichen. VF Äußerst selten!

Ausruf: EUR 1.200,-




THE PATHÈ COLORADO EXCHANGE COMPANY
Certificate über Shs. 1 zu $ 100; # 7; 8. April 1915; Farbe: beige, grau, gold; goldfarbenes Papiersiegel;
Maße: 14,3 X 25; das Gesamtkapital der Gesellschaft betrug $5.000; eingetragen und rückseitig unterschrieben
von
Charles Dupuis als Secretary, Originalunterschrift als President: Charles Pathé (1863-1957), erster Tycoon der Filmgeschichte!

THE PATHÈ COLORADO EXCHANGE COMPANY Charles Pathé (1863-1957) Signatur Charles Pathé (1863-1957)

Während der Belle Epoque wurde in Frankreich die Filmindustrie gegründet. Die ersten Pioniere waren Louis Lumière, Georges Méliès, Charles Pathé und Léon Gaumont.

Charles Pathe wurde am 25. Dezember 1863 in Paris geboren. Pathé der von sich selbst gesagt haben soll: "Ich habe das Kino zwar nicht erfunden, aber ich habe es industrialisiert",  stammte aus einer bescheidenen Elsässer Familie. Er hatte eine harte Jugend, so hart, dass er nach Südamerika auswanderte, wo er sein Brot als Bauarbeiter verdiente. Nach seiner Rückkehr nach Frankreich interessierte ihn der Phonograph von Edison. Mit seinem Bruder Emil trieb er einen Handel mit der "sprechenden Maschine", wobei er das Gerät auch in Jahrmarktsbuden vorführte. Er begann selber mit der Fabrikation solcher Apparate, erst auf handwerklicher Basis, dann auch industriell. Auch das Kinétoscope von Edison interessierte ihn, das er verbesserte. 1896 brachte er mit Hilfe seines Mechanikers Joly eine eigene Version des Cinématographen von Lumiére auf den Markt und machte eine Anzahl von Kurzfilmen, unter anderem, als Imitation von Lumiére, "L' arrivée du train en gare de Vincennes".

1896  gründete er mit seinen Brüdern Emile, Jacques und Théophile in Paris die Firma "Pathé Fréres". Seine Brüder waren aber eher "stille Teilhaber", die Ideen und Initiativen gingen immer von Charles aus. In Vincennes wurde 1902 das erste große Studio gegründet sowie eine Fabrik für Rohfilme. In Joinville (ebenfalls ein Stadtteil von Paris) gründete er ein Jahr später Labors für die Entwicklung von Negativ- und Positivkopien.. Da Pathé 1905 alle Rechte und Patente der Brüder Lumiére zur Filmtechnik erwerben konnte, war es möglich, die Firma zu einem international marktführenden Unternehmen zu entwickeln, dem in Frankreich damals nur noch die Firma Gaumont Konkurrenz bieten konnte. Pathé entwickelte die Kamera Modell B,  wahrscheinlich 1905, die ursprünglich nur für die Produktion eigener Filme gedacht war. Ab wann sie in den Handel gebracht wurde, ist nicht eindeutig belegbar. Vieles spricht dafür, dass dies um 1908 geschah. Sie war für den professionellen Einsatz bestimmt und ist eine der ersten Kameras, die industriell in Serie gefertigt wurde. Daher ist sie auch unter den Bezeichnungen Pathé Professionnel (engl. Pathé Professional) bzw. Pathé Industriel bekannt geworden. Charles Pathé ist ebenfalls der Erfinder des ersten Schmalfilms für Filmamateure. Im Jahre 1922 konstruierte er die Pathé Baby, Format: 9,5 mm. Der Film wurde noch durch das Kurbeln mit der Hand belichtet. Ohne Stativ ist das eine wacklige Sache.
1900 engagierte Pathé Ferdinand Zecca als Regisseur, der zunächst mit der Imitation der Filme von Méliès begann, bevor er seine eigentliche Stärke, die Filmkomödie entdeckte, Pathé Fréres produzierte eine Vielzahl von Filmen, naiven Komödien bis zu hochwertigen Werken des Films d'Art, wobei Talente wie Max Linder zum Zug kamen.
1907 hatte sich die Firma fest etabliert und verfügte über mehrere Ateliers in England, Deutschland, Italien, Spanien, Russland und den USA. Nachdem er die Filmproduktion industrialisiert hatte, wandte sich Pathé dem Filmvertrieb zu. Inzwischen hatten feste, komfortable Kinogebäude die Jahrmarktsbuden verdrängt, und Pathé eroberte sich diesen Bereich. Filme wurden nicht mehr verkauft, sondern ausgeliehen. 1909 gründeten Edison, Biograph, Essanay, Kalem, Kleine, Lubin, Melies, Pathe, Selig und Vitagraph eine Gesellschaft, um kleinere Filmproduzenten vom Markt zu verdrängen. Die als The Trust bekannt gewordene Gruppe wurde 1918 durch einen Gerichtsbeschluss aufgelöst.
Im Jahr 1913 begann Pathé mit der regelmäßigen Herstellung von aktuellen Wochenschauen im herkömmlichen Sinne, er gilt als Vater der Wochenschauen und ging letztendlich als „erster Tycoon der Filmindustrie“ in die Geschichte ein.

Joseph P. Kennedy, besser bekannt als Patriarch der Kennedy-Dynastie, erkannte in den 1920-1930er Jahren als erster Geschäftsmann der Ostküste das große Potential des Filmgeschäftes. Er kaufte eine Kette von kleinen Filmhäusern  und gründe 1928 die FBO (Film Booking Offices of America) , eine Filmverleih- und Produktionsfirma, die er als President und Chairman of the Board leitete. Die Firma prosperierte schnell und 1929 kaufte Kennedy mit den Profiten seine Firma RCA (Radio Corporation of America), kaufte des weiteren KAO (Keith Albee Orpheum Theaters Corp.) und stieg bei der Pathe Exchange ein, indem er ein großes Aktienpaket übernahm.  Charles Pathé zog sich 1929 aus der Firma zurück, die von Kennedy unspektakulär ausgeplündert wurde und schließlich 1930 mit RKO (Radio-Keith-Orpheum) fusionierte. Joseph P. Kennedy zog es mittlerweile nach Hollywood, wo er mit Gloria Swanson(1899-1989), dem großartigen Stummfilmstar aus den Kindertagen Hollywoods, ein Verhältnis begann. Mit all seinen Filmgeschäften hatte Joseph P. Kennedy innerhalb kürzester Zeit 5 Millionen Dollar verdient. Charles Pathé starb am 26. Dezember 1957 nur einen Tag nach seinem 94. Geburtstag. EF, Knickfalten.

Rarität, im Aktienbuch, das aus einem alten Archiv stammt, waren insgesamt 6 Stücke vorhanden, davon wurden vier Stücke von Pathe als President unterzeichnet, bereits ab der No. 9 waren die Aktien nicht mehr ausgegeben.

Ausruf: EUR 1.800,-




SAMUEL GOLDWYN INC. OF CALIFORNIA
Certificate über Shs. 97 zu je $ 10; 28. Januar 1925; Farbe: beige, grün, rote Steuermarken;
Maße: 15 X 25; angeklebter Stub; eingetragen auf die Samuel Goldwyn Inc.
und rückseitig im Original unterschrieben von Samuel Goldwyn (1879-1974)  Filmproduzent

SAMUEL GOLDWYN INC. OF CALIFORNIASamuel Goldwyn (1879-1974)
Samuel Goldwyn (1879-1974)

"Laufende Bilder" sind zwar keine amerikanische Erfindung, doch sie sind der herausragende amerikanische Beitrag zur globalen Unterhaltung. Anfang des 20. Jahrhunderts. Als dieses Medium noch sehr neu war, fanden viele Immigranten Beschäftigung in der amerikanischen Filmindustrie. Sie konnten dabei in einem brandneuen Geschäft ihr Glück machen: mit dem Vorführen von Kurzfilmen in Ladentheatern, den Nickelodeons, so getauft nach ihrem Eintrittspreis, einem Nickel (5 Cents). Nach nur wenigen Jahren wandten sich viele ehrgeizige Männer wie Samuel Goldwyn, Carl Laemmle, Adolph Zukor, Louis B. Mayer und die Warner Brothers (Harry, Albert, Samuel und Jack) der Produktionsseite dieses Geschäftes zu. Sehr bald schon avancierten sie zu Leitern einer ganz neuen Form von Unternehmen: den Filmstudios. Die bedeutendsten Studios etablieren sich in Hollywood, einem Stadtteil von Los Angeles in Kalifornien.

Samuel Goldwyn wurde unter dem Namen Schmuel Gelbfisz im Sommer des Jahres 1879 in Warschau geboren. Er war das älteste von sechs Kindern. Als Goldwyn 15 Jahre alt war verstarb sein Vater. Goldwyn machte sich auf einen Fußmarsch durch Europa und emigrierte schließlich nach England. Dort wurde sein Familienname anglisiert und er hieß nun Goldfish. Im Alter von 19 Jahren wanderte er in die USA aus. Nach einigen Jahren als Handschuhverkäufer überzeugte er im Jahr im Jahr 1913 seinen Schwager, in die Filmbranche einzusteigen. Sie gründeten die Firma Jesse L. Lasky Feature Play Company. Im Jahr 1916 fusionierten sie mit Adolph Zukor´s Famous Players zu Famous Players – Lasky. Wenige Monate nach der Fusionierung zog sich Goldwyn aus der Firma zurück. Seine Anteile hatten ihren Wert von ursprünglich $7.500 auf $900.000 gesteigert. Die Firma Famous Players – Larsky entwickelte sich später zu Paramount Pictures. Goldwyn, der zu diesem Zeitpunkt immer noch Goldfish hieß, gründete im Jahr 1917 eine neue Firma mit dem Namen Goldwyn Pictures. Der Name gefiel ihm so gut das er im Dezember 1918 den Namen als Familiennamen annahm. Die Atmosphäre von Großstudios war für ihn jedoch ungeeignet und so veräußerte er seine Anteile an Metro.

Somit wurde der Filmgigant MGM Metro Goldwyn Meyer geboren. Goldwyn produzierte weiter unabhängig Filme, wozu er am 10. November 1924 die Samuel Goldwyn Inc. mit einem Grundkapital von $ 25.000, begeben in Shs. zu je $ 10, gründete. Er freundete sich mit anderen unabhängigen Produzenten an. Hierbei ist im besonderen Charly Chaplin zu nennen. Im August 1925 begann Goldwyn seine Filme über United Artists zu vertreiben. Samuel Goldwyn, der einmal sagte:“ Lebenskunst besteht zu neunzig Prozent darin, mit Menschen auszukommen, die man nicht mag“, blieb über 30 Jahre lang eine feste Größe in Hollywood. Neben dem Klassiker „Ben Hur“ wurde Otto Premingers Verfilmung von George Gershwins Oper "Porgy & Bess" im Jahre 1959 Filmlegende, in der z. B. Sammy Davis Jr. seinen großen Filmdurchbruch erlebte. Dabei musste der kleine Schwarze, den man nicht selten den hässlichsten Mann Hollywoods nannte, seinen ganze Energie einsetzten, um diese Rolle zu bekommen. Samuel Goldwyn hielt absolunichts von ihm, aber Sammy kämpfte wie ein Löwe. Es gelang ihm, den mächtigen Studioboss in seine Show zu locken und Goldwyn von seinem Multitalent zu überzeugen. Seit diesem Zeitpunkt nennt ihn seine Fangemeinde in einem Atemzug mit Fred Astaire und Gene Kelly. EF  Rarität! EF

Ausruf: EUR 3.000,-


SOCIETÉ ANONYME DES MOULINS DES MONS DJEMILA

Province de Constantine (Algerie) Recipisse provisorie de versement  über Francs 1.000 ,
umgewandelt als «fermant le versement integral» zu 2 Aktien je sFr 500; # 5; eingetragen auf
Monsieur le Comte Henry de Budé (pour Mad. La Comtesse de Budé); Genéve, le 2.
Juli 1859;
Farbe: beige, grau; Maße: 28 X 29,5; Knickfalten, EF-VF

Originalunterschrift als Administrateur deleguer: J.(ean)Henry Dunant (1828-1910); Schriftsteller, Philantroph, Gründer des CVJM, des IKRK Internationales Komitee vom Roten Kreuz, Urheber der Genfer Convention und Träger des ersten Friedensnobelpreises.

SOCIETÉ ANONYME DES MOULINS DES MONS DJEMILAJ.(ean)Henry Dunant (1828-1910) Signatur J.(ean)Henry Dunant (1828-1910)

ausführliche Beschreibung und Geschichte hier

Absolute Rarität aus einer frühen Sammlung, bis heute ist lediglich diese eine Sammelaktie mit der Nummer 5 der „AG der Mühlen von Mons Djemila“ bekannt.

Ausruf: EUR 8.500,-



BASLER BANDFABRIK, VORM. TRÜDINGER & CONS. AKTIEN-GESELLSCHAFT

Aktie über sFr. 1.000 # 01173 ; Schweiz, Basel, 1. Oktober 1897; Farbe: grau, schwarz, weiß; Maße: 35 X 22; EF-VF,
Kps. + Talon. Originalunterschrift: Rudolf Geigy Merian, rückseitig übertragen auf  Carl Geigy, mit Signatur Rudolf Geigy- Merian.

BASLER BANDFABRIK, VORM. TRÜDINGER & CONS. AKTIEN-GESELLSCHAFT Signatur Rudolf Geigy- Merian

Johann Rudolf Geigy Merians Hauptwerk war die Vollendung und Beherrschung des Chemieunternehmens. Er führte die Farbwarenhandlung und Extraktfabrik für natürliche Farbstoffe der Familie Geigy ins industrielle Zeitalter: Anilinfarben, Großproduktion, weltweiter Vertrieb. 1970 fusionieren die Firmen Ciba und Geigy zur Ciba-Geigy, 1992 umgewandelt in Ciba, ab 1996 Fusion Ciba-Geigy-Sandoz zur Novartis.
Er war aber auch z.B. Gründungsmitglied der Gesellschaft der Giro- und Depositenbank in Basel (ab 1848 Bank in Basel), der ersten Handelsbank am Platz Basel, die 1906 in den Schweizer Bankverein aufging.  Als Nationalrat und Herausgeber der Zeitung "Schweizer Grenzpost" konnte er seinen wirtschafts- und sozialpolitischen Ideen maßgeblichen Nachdruck verleihen. In der Person Geigy-Merians stellte das Familienunternehmen seine erfolgreichsten Vertreter. "In ihm findet sich der Beherrscher und Vollender, der gewiefte Könner, der sich auf dem diplomatischen Parkett geschickt zu bewegen verstand und dem auch Repräsentationen zum Lebensbedürfnis wurden".
Geigy Merian war gleichzeitig Eigentümer und Leiter seines Betriebes, ein echter Unternehmer der hochkapitalisierten Epoche. (Dr. Alfred Bürgin, 1962 in Basel). Der hier angebotene Originalunterschrift ist einer der wenigen Spitzenautographen der Schweiz. Äußerst selten! VF

Ausruf: EUR 700,-




AKTIEBOLAGET KALMAR OCH MONSTERAS TANDS-STICKSFABRIKER (STAB)

Aktie über sKr. 10.000, # 0971-0980; Kalmar, 31. Mai 1912; Farbe: hellgrün/grün; Maß: 34,5 X 24.
– eingetragen auf und  2X,  vorder- und innenseitig  im Original unterschrieben von dem legendären
Ivar Kreuger (1880-1932) Schwedischer Großindustrieller
 

AKTIEBOLAGET KALMAR OCH MONSTERAS TANDS-STICKSFABRIKER (STAB) Ivar Kreuger (1880-1932) Signatur Ivar Kreuger (1880-1932)

Die Lebensbiographie des Ivar Kreuger gehört in den Kreis der großen Spekulationen der Weltgeschichte, durch den Zusammenbruch seines Konzerns wurde ein weltweiter Börsenkrach und infolge eine Weltwirtschaftskrise ausgelöst. Sein Freitod 1932 in Paris ist bis heute nicht geklärt.

Kreuger wurde am 2. März 1880 im schwedischen Kalmar geboren. Nach Abschluss des Ingenieurstudiums begannen Wanderjahre, die nach England, in die USA und Lateinamerika führten, wo er sich als Bauingenieur bei den verschiedensten Firmen verdingte. Es folgten Jahre in Westindien, Indien und Südafrika.

Nach Kalmar zurückgekehrt, begann seine eigentliche Karriere. Die Biographen beschreiben die Szene, in der Kreuger die „zündende“ Idee hatte, novellistisch:“ Er zündete sich lächelnd eine Zigarette an und hielt das Streichholz nachsinnend in den Fingern, bis es, heruntergebrannt, die Fingerspitzen berührte und er es mit einem Schmerzensschrei wegwarf“. Kreuger hatte die konjunkturlose Ware entdeckt.

In nur sieben Jahren baute er nun den Zündholztrust auf, der sich bald auf Erdteile erstreckte. 1912 wurde Kreuger leitender Direktor aller Unternehmungen, die sich zum Förenade Tändsticks-Konzern zusammenschlossen. Bis 1931 hatte der "Zündholzkönig" Kreuger es geschafft, einer der reichsten Männer Europas zu werden. Mit mehreren Holdinggesellschaften, die über 150 Firmen in 33 Ländern kontrollierten, baute er  eine Monopolstellung auf dem internationalen Zündholzmarkt auf. Sein Konzern kontrollierte auf dem Höhepunkt 60 % der Weltproduktion für Zündhölzer. Die übereilte Expansionspolitik wurde Ivar Kreuger schließlich zum Verhängnis. Im Zuge der Weltwirtschaftskrise Ende der 1920 Jahre geriet seine Firma zunehmend in finanzielle Schwierigkeiten. Kreuger verstrickte sich in betrügerische Spekulationsgeschäfte und setzte, als keinen Ausweg mehr sah, seinem Leben durch Freitod in Paris ein Ende.

Heute ist die Swedish Match Company ein abgespaltener Teil des früheren Mischkonzern mit Schwerpunkten im Zigarren- und Tabakhandel und immer noch Weltmarktführer bei den namensgebenden Zündhölzern. Rarität! Die vorderseitige  Originalunterschrift weist am Anfangsbuchstaben leichte Tintenverschmierungen auf, innenseitig sauber, klar. Das Stück stammt aus der Sammlung Hans Braun. EF -VF

Ausruf: EUR 1.700,-




MITTELASIATISCHE COMMERZBANK
Sammelzertifikat über 100 Aktien je 100 Rubel = 10.000 Rubel, Taschkent 31.01.1924, # 44601 – 44700 Farbe:

MITTELASIATISCHE COMMERZBANKLenins "Neue Ökonomische Politik" (NEP) hatte sich auf die Fahnen geschrieben, die Wirtschaft der jungen UDSSR, die durch den Kriegskommunismus in nur wenigen Jahren total zerrüttet worden war, mit Rückgriffen auf kapitalistische "Wunderwaffen" wieder in Trab zu bringen.

Usbekistan mit seinem für den Baumwollanbau günstigen Klima war dabei einer der Bennpunkte: Das durch Krieg und Revolution verarmte Sowjetvolk musste wieder etwas anzuziehen bekommen, und darüber hinaus: Baumwolle war ein guter Exportartikel aus dem sich Deviseneinnahmen schöpfen ließen.

So wurde 10 Tage nach Lenins Tod die Mittelasiatische Commerzbank gegründet und mit einem Kapital von 7,5 Millionen Goldrubeln ausgestattet. Die vorliegende Namensaktie ist ursprünglich ausgestellt auf die Usbekische Sozialistische Sowjetrepublik. Die Übertragungsvermerke auf der Rückseite des Zertifikates, die mit aufgeklebten bunten sowjetischen Stempelmarken dokumentiert sind, zeugen davon, wie nach Lenin die Zentralisierung der Staatsgewalt unter Stalin durchgegriffen hat. Das Papier ging 1925 auf das Hauptkomitee für Baumwolle der UDSSR über. 1927 wurde es Eigentum der Staatsbank der UDSSR und ab 1929 war die Bank für Aussenhandel der UDSSR (Venshtorgbank) Halter dieser Aktie. Der dem Aktienzertifikat anhängende Kuponbogen markiert ebenfalls das Ende der Neuen Ökonomischen Politik und das stalinistische Ende allen kapitalistischen Firlefanzes: Bis zum Geschäftsjahr 1929/30 hatte die Bank noch Dividende gezahlt. Die Kupons ab 1930/31 sind jedoch schon nicht mehr abgetrennt worden.

Das reich verzierte Zertifikat ist in russischer und in der heutzutage nach 70 Sowjetjahren verlorengegangenen Schrift des russischen Turkestan ausgeführt. Bankaktien aus dem sowjetischen Russland sind eine wahre Rarität. Dieses Zertifikat aus der Sowjetrepublik Usbekistan ganz besonders! Nicht nur wegen seiner äußerst dekorativen Gestaltung, sondern auch unter dem Hintergrund seiner Geschichte.

Ausruf Euro 120,-



VERLAGSGESELLSCHAFT AKTIENGESELLSCHAFT MOSKAU
Subscriptionzertifikat # 138 zum Erwerb einer Gründeraktie von 1913; Nominalwert: Rubel 100:

Es handelt sich hier um eine unterschriebene, aber nicht mehr ausgegebene   Aktie,
sog. Teilblankette, durch Abriss am unteren Rand sowie feine Lochungen entwertet.

VERLAGSGESELLSCHAFT AKTIENGESELLSCHAFT MOSKAU

Dieser auf Schulbücher und Lehrmittel sowie auf den Handel mit Autorenrechten an  Verlagserzeugnissen, Musik- und Kunstwerken spezialisierter Verlag wurde von dem Verleger Nikolai Wolynzew und dem Grafen Ilja Tolstoj, einem Sohn des berühmten russischen Schriftstellers Lew Tolstoj, gegründet. Graf Ilja hat dieses Dokument eigenhändig als Vorstandsvorsitzender signiert.

Außer dem vorliegendem Exemplar sind nur noch drei weitere bekannt; zwei in deutscher sowie eines in russischer Sammlerhand, das in Russland befindliche ist nicht nur von Graf Ilja Tolstoj unterschrieben, sondern auf seinen Namen ausgestellt. Absolute Rarität

Ausruf: EUR 160,-


KAUFHAUS GUM (Gesellschaft der Oberen Handelsreihen am Roten Platz in Moskau)
Aktie über 100 Rubel, Moskau 1911, Nr. 07053, braunrosa, blau - die Namensaktie ist ausgestellt auf "den Handwerker Iwan Matwejewitsch Malkow" und unterschrieben durch den Vorstandsvorsitzenden Dr. jur. S. A Bulotschkin, wirklicher Staatsrat, Commerzienrat, Ältester der Moskauer Kaufmannsgilde und Mitglied der Moskauer Gesellschaft für gegenseitigen Kredit

Der Firmenname ist im Wasserzeichen des Zertifikates wiedergegeben. Die Vignetten zeigen die Vorderansicht des Kaufhauses nach dem Wiederaufbau 1893; die beiden Vignetten links und rechts zeigen die Kreml-Türme, links der Nikolausturm, rechts der Erlöserturm; unten ist das Denkmal der Helden Minin und Posharskij dargestellt. Diese Denkmal wurde 1818 zu Ehren der glückreichen Verteidiger Moskaus während der polnisch-litauischen Intervention von 1^612 mitten auf dem Roten Platz vor den Oberen Handelsreihen aufgestellt.

KAUFHAUS GUM (Gesellschaft der Oberen Handelsreihen am Roten Platz in Moskau)Das Kaufhaus GUM steht in einer jahrhundertealten Tradition der Geschäfte und Handelshäuser am Roten Platz und ist wegweisend für die zu Beginn des letzten Jahrhunderts industriell aufstrebende Metropole Moskau, die sich von der vergänglichen Architektur (Holzhäuser) ihrer Vergangenheit befreite. Das GUM befindet sich im Stadtteil Kitajgorod, gegenüber der Kreml-Mauer. Auch wenn dies heute nicht mehr so anmutet, war doch der Rote Platz – der erst im 17. Jahrhundert diesen Namen erhielt – der alte Marktplatz Moskaus. Im 17. Jahrhundert zählte der Bezirk Kitajgorod 72 Häuserreihen (Handelsreihen) mit rund 700 Geschäften. Im Jahre 1812 fielen diese im Vaterländischen Krieg gegen Napoleon dem Feuer zum Opfer. Nach einem Entwurf des berühmten Moskauer Architekten Ossip Bowe wurden sie 1815 wieder aufgebaut. Das Geschäftszentrum von Moskau, mit großen Kaufhäusern, Handelskontoren und Banken wurde den Kaufleuten bald zu eng. Ab 1888 wurde erneut ausgebaut. Dies war die Geburtsstunde des GUM. In der Zeit von 1888 bis 1894 wurde das GUM als die neuen oberen Handelsreihen errichtet und ersetzte somit ein ganzes Häuserviertel. Der Zar fungierte als Bauherr, der Architekt war Alexander N. Pomeranzew.

Die Bezeichnung "Kaufhaus GUM" ist eigentlich irreführend, da es sich bei diesem Bauwerk nicht um ein Kaufhaus, sondern um eine Passage handelt. Diese Art der Gebäudekonzeption hat ihren Ursprung in Frankreich und fand weite Verbreitung in ganz Europa, so auch in Leipzig. In den letzten Dekaden des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Passage zum Monumentalbau. Eingeleitet wurde diese Entwicklung mit dem Bau der Passage in Mailand (Galleria Vittorio Emanuelle ll). Den krönenden Höhepunkt des Passagenbaus bildete die Errichtung des GUMs. Der Gebäudekomplex ist dreigeschossig angelegt und weist mit Blick auf den Roten Platz eine klassisch anmutende Dreiteilung auf. Dominierend wirkt der Mittelteil mit seinen drei Türmen und dem mächtigen Portal. Die Fassade zum Roten Platz besteht aus Marmor, Granit und Sandstein. Die übrigen Fronten sind geputzt und weiß gestrichen. Das GUM besitzt eine Länge von 252 Metern, ist 88 Meter breit und erstreckt sich auf einer Fläche von rund 24.700 m² (= 3 Fußballfelder). Der Grundriss weist drei glasüberdachte, 6 bis 7 m breite Längs- und Quergänge auf, die das Gebäude in 16 Blocks gliedern. An der Gebäudehinterseite schließt sich zusätzlich ein schmaler Block an..Eine Besonderheit ist die gläserne Überdachung der einzelnen Passagen. Sie stammt von dem Ingenieur V.G.Schuchov. Es ist eine Netzdachkonstruktion, eine leichte Schale, die durch die fächerartige Anordnung von Seilen ausgesteift wird. Sie ermöglicht, zusammen mit der Anordnung der Galerien – auf Höhe der ersten Galerie springt die Wand zurück, die zweite Galerie kragt hervor; gegenüberliegende Galerien beider Ebenen sind mit kleinen Brücken verbunden - eine natürliche Beleuchtung des Erdgeschosses. Die Beleuchtung der Kellerräume erfolgte ursprünglich durch heute nicht mehr vorhandene, im Erdgeschossfußboden eingelegte Glasprismen.Genau zu dem Zeitpunkt, da die Aktienmehrheit am heutigen Kaufhaus GUM im neuen, kapitalistischen Russland für 90 Millionen Dollar von der russisch-italienischen Handelsgruppe "Bosco di Ciliegi" erworben wurde, haben wir dieses äußerst seltene Einzelstück aus der Auflösung einer russischen Privatsammlung erhalten. Apropos: "Bosco die Ciliegi" steht für das, was heute im GUM verkauft wird: Luxuskleider der Marken Kenzo, Max Mara, Nina Ricci, Marina Rinaldi u.a. Die GUM Aktie ist nach wie vor die schönste Aktie der russischen Zarenzeit! Rarität! EF

Ausruf Euro 1.800,-



USSURI EISENBAHN
8% Obligation über Rubel 50; Khabarowsk, den 1. September 1928; Nicht nummeriertes Muster; Farbe: rosa, oliv, grün, gelb, blau; Maße: 30,4 X 26,1; 3-sprachig: russisch. Englisch, chinesisch;

USSURI EISENBAHNSammler russischer Eisenbahnpapiere wissen, daß es keine Papiere mit dem Namen „Transsibirische Eisenbahn“ gibt. Aber wenigstens von dem entscheidenden Schlussabschnitt der „Transsib“, wie die Russen sie nennen, gibt es dieses wunderschöne Prachtstück.

Die strategisch wichtige Eisenbahnstrecke entlang des Ussuri-Flusses an der russisch-chinesischen Grenze von Chabarowsk nach Wladiwostok war 1899 als Schlussstück der Transsibirischen Eisenbahn nach nur ca. 2 Jahren Bauzeit in Betrieb gegangen. Die Freude über die kurze Bauzeit hielt nicht lange an; die Eisenbahnlinie wurde sehr schnell baufällig und die Kommunisten sahen sich zu einer gründlichen Renovierung gezwungen. Diesem Zweck sollte die vorliegende Anleihe dienen. Es gibt bisher keine Belege dafür, daß diese Anleihe in Russland, China oder im Westen je gezeichnet wurde. Wenn nicht, wäre dies nicht verwunderlich, denn die sowjetischen Formulierungskünstler bieten auf der Titelseite der Obligation als Sicherheit die Einnahmen und den Besitz der Eisenbahn, „soweit diese nicht verstaatlicht sind“. Jeder Geldgeber musste schon damals (im Jahre 1928) wissen, daß es für eine 100 % Verstaatlichung nur eines Federstriches von Genosse Stalin bedurft hätte. Die Zahlung der Coupons und die Einlösung der Anleihe sollte in den fernöstlichen Filialen der Staatsbank der UdSSR erfolgen. Dort wäre ein westlicher Geldgeber nicht so oft (und auch nicht so gerne) hingekommen. Die in der Obligation vermerkten unklaren Ein- und Ausfuhrbedingungen für das Papier dürften darüber hinaus jedem Investor den Appetit auf dieses Wertpapier verdorben haben. VF

Ausruf: EUR 380,-

 

 



LENIN - ANLEIHE

6 % Staatliche Lotterieanleihe der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepubliken von 1922 über 25 Goldrubel, Serie 03, Moskau 1922, braun, Nummern 1995071 bis 1995075, Text russisch/englisch. Diese Staatsanleihe ist ein einmaliges historisches Dokument. Es gibt nämlich nur eine einzige, und zwar diese Anleihe von 1922, die Lenin selbst unterschrieben hat. Die linke Faksimile-Unterschrift auf diesem Zertifikat lautet: "Vorsitzender des Rates der Volkskommissare W. Uljanow (Lenin)" Danach hat weder Lenin, noch sein Nachfolger Stalin je eine Anleihe unterschrieben. Es scheint, daß dieser ersten Anleihe des Sowjetstaates kein durchschlagender Erfolg beschieden war.

LENIN - ANLEIHEMan muß sich auch die Dreistigkeit der Bolschewisten auf der Zunge zergehen lassen: Zuerst zerstört man systematisch alles was mit Kapitalismus, mit Geld und Banken zu tun hat und schlägt die Fabrikanten, Kaufleute und Banker entweder tot oder treibt sie aus dem Land heraus. Weiter erklärt man allen in- und ausländischen Gläubigern, daß man für die Schulden des Zarenreiches nicht aufkommt. Und dann legt man eine internationale Anleihe auf und hofft, daß das eigene Volk und die westlichen Kapitalisten den Geldhahn aufdrehen.

Von Anleihen des frühen Sowjetreiches sind oft nur noch als Muster gestempelte Exemplare dem Sammlermarkt erhalten geblieben. Das angebotene Zertifikat ist ein nummeriertes , also gelaufenes Stück, Der anhängenden Zinskuponbogen ist noch vollständig. Das Papier ist mit dem mehrfachem Stempelaufdruck "Sammlerexemplar" auf der Rückseite entwertet worden.

Die Vorderseite ist rot überdruckt mit dem Hinweis: "All payments on the bond are made in Russian gold roubles or American dollars at the rate of the parity of 1913  1 $ = 1943 rouble".

Ausruf Euro 150,-



SOCIETE INDUSTRIELLE AGRICOLE EN PALESTINE
Aktie über Frcs. 100 # 0490; Farbe: hellbraun, dunkelbraun, dunkelgelb; Maße: 36,7 X 24; Trockensiegel; Originalunterschrift der Direktion, anhängender, kompletter Couponbogen; Die Gestaltung der Aktie stammt von E. Loevy, in der Druckplatte signiert. Das Grundkapital dieser Gesellschaft betrug Frcs. 500.000, begeben in 5.000 Aktien zu je Frcs. 100. EF

SOCIETE INDUSTRIELLE AGRICOLE EN PALESTINE Vignette E. Loevy

Die Augen Israels nennt man Israels höchsten Berg, die Gebirgskette Golan, die sich drei Länder teilen: Israel, Syrien und der Libanon. Den Wasserquellen Banias und Dan entlang steigt der Hermon 2.224 Meter hoch auf. Zwei Drittel des Berges mit einer Gesamthöhe von 2814 Metern liegen auf syrischem Gebiet.

Zum ersten Mal wird der „Hermon“ in der Bibel mit den Namen Senir und Sirjon in 5. Mose 3,9 erwähnt. Die Kanaaniter führten heidnische Rituale auf dem Hermon durch, lesen wir in Richter 3,3. Jesus bestieg den Berg Hermon mit seinen Jüngern. Cäsarea Philippi lag am Fusse des Hermon, und von hier aus - mit der Sicht aufs ganze Land - gab Jesus seine Sendung kund und prophezeite, dass er in Jerusalem sterben und auferstehen werde (Matth. 16,13). Bibelforschern zufolge ist der Hermon der in Markus 9 erwähnte „hohe Berg“, auf dem Jesus in weisses Licht „umgestaltet“ wurde, darum auch der „Berg der Verklärung“ genannt. In Anwesenheit von Jesus’ geliebten Jüngern Petrus, Jakobus und Johannes und den Hauptpropheten Elia und Mose ertönte eine Stimme aus der Wolke: “Dieser ist mein geliebter Sohn, auf ihn hört!“

Das Bergheiligtum am Hermon-Gipfel in Syrien/Libanon

Heute finden am Gipfel des Mt. Hermon archäologische Ausgrabungen statt, und zwar an der Grenze zwischen Syrien und Libanon in 2814 m Höhe. Dort befindet sich ein antikes Bergheiligtum; es ist das höchstgelegene in der Alten Welt! Das Grabungsprojekt wird von der Gesellschaft für Österreichisch-Arabische Beziehungen in Wien und der Stadt Linz namhaft gefördert. Der mittlerweile sichtbare Grundriß spiegelt eine Architektur, die dem arabischen Stamm der Ituräer - diese siedelten im Bereich des Hermon und Libanongebirges - zugeschrieben werden kann. Damit tritt dieses, in antiken Quellen erwähnte, Bergvolk als Betreiber und Organisator eines Höhenheiligtums während einer längeren Zeitspanne (etwa 2./3. Jahrhundert bis zur byzantinisch/frühislamischen Ära) auf, was für die Religions- und Kulturgeschichte weit über das lokale Umfeld hinaus von Bedeutung sein wird. In diesen Zusammenhang werden auch die am Fuß des Hermon gelegenen Heiligtümer zu stellen sein, deren Bauplastik Übereinstimmungen mit dem Höhenheiligtum am Berggipfel zeigen.

Im 19. und 20. Jahrhundert wandern Juden wieder nach Palästina ein, weil sie in ihrer Heimat verfolgt wurden. Die meisten Einwanderer ab 1882 sind Juden aus Russland, die vor den Progromen fliehen. In der zweiten Alija ab 1904 kommen ebenfalls Ostjuden, aber sie haben eine eigene zionistisch-sozialistische Ideologie. Zu ihnen zählt der spätere StaatsgründerDavid Ben Gurion. Sie verkörpern den "neuen Menschen", arbeiten in der Landwirtschaft, legen Sümpfe trocken. Nicht die Familie zählt, sondern der Kibbuz, die landwirtschaftliche Kommune, mit seinem Kollektiveigentum. Der erste Kibbuz Deganya wird 1909 am See Genezareth gegründet. Mit Tel Aviv (Hügel des Frühlings) entsteht im selben Jahr auch die erste moderne jüdische Stadt.

Zweck der hier angebotenen Gesellschaft war die Förderung von Industrie und Landwirtschaft in Palestina, die Erschließung und Ausbeutung von Minen und der Handel mit Immobilien etc. (12556)

Ausruf: EUR 140,-


DIE KURVENREICHSTE EISENBAHN DER WELT!!

MT. TAMALPAIS AND MUIR WOODS RAILWAY
Certificate über Shs. 2 # 215; San Francisco, 1. Mai 1921; Farbe: beige, grau; Maße. 18,5 X 25,5. Gründerstück:
Das Grundkapital betrug $ 500.000, begeben in 5.000 Shs. zu je $ 100

MT. TAMALPAIS AND MUIR WOODS RAILWAYDiese Bergbahn wurde im Januar 1896 als Mill Valley & Tamalpais Scenic Rw. gegründet. Um die von der Baufirma errechnete Gewinnmarge von 12,5 % halten zu können, mussten die 200 Arbeiter unter sehr harten Bedingungen leiden. Für ihren 11 Stunden Tag wurden sie mit gerade einmal $ 1.75 entlohnt. Die Tatsache das sie sich nur in den der Eisenbahn gehörenden Läden versorgen konnten, führte dazu, das den meisten gerade einmal ein einziger Dollar am Ende einer Woche blieb. Revolver schwingende Landbesitzer waren nur ein Beispiel für die zusätzlichen Widrigkeiten. Trotzdem gelang es, eine Bergbahn zu errichten die in vielerlei Hinsicht einzigartig war. So war die längste Gerade der gesamten Bahnstrecke gerade einmal 150 Meter lang. Die insgesamt 281 die sich auf die 11.07 Meilen lange Stecke verteilen ergeben aneinander gefügt 42 vollständige Kreise. So ungewöhnlich wie die Bahn selber war auch ihr Ende. Nach einer Lebensdauer von nur 33 Jahren wurden bei einem Waldbrand am 2. Juli 1929 die Gleisanlagen und ein Zug zerstört. Im Sommer 1930 wurden die verbliebenen Reste beseitigt und die Trasse für den Bau einer Straße umfunktioniert. Als letztes Dokument einer kurzlebigen Bahn (1896-1930) sind die Aktien zu betrachten. Die Vignette zeigt einen Blick auf den Muir Forest und den teilweisen Streckenverlauf, im Hintergrund San Francisco mit Fähre, die die Gäste nach Sausalito bringt. Von hier aus war die North Shore bis Mill Valley zu benutzen, um dann mit der kurvenreichsten Eisenbahn der Welt zum Mt, Tamalpais, auch Sleeping Maid genannt, auf den Gipfel zu gelangen. Der Ausblick von hier aus gehört zum schönsten, was Kalifornien zu bieten hat. Äußerst selten! Nicht im KOX; Quelle: K .Hafner CH (12615)

Ausruf: EUR 250,-


 

CITY OF BERLIN

6% Sterling Loan of 1927 ; # 010682; 6. July 1927; Farbe: kaminrot, grau, beige; Maße: 43,9 x 31,5;

im Gegensatz zu den sonst bekannten Blanko-Stücken ist diese Anleihe gelaufen, Originalunterschriften des Bankhauses J. Henry Schroder & Co. sowie von dem autorisierten Repräsentanten. Große Vignette mit abbildung des Roten Rathauses. Kps. mittlere Knickfalte, sonst eher EF. (10019)

CITY OF BERLIN

Vignette

Das heutige Berlin ist gewachsen aus dem alten Stadtkern, dem Nikolaiviertel der Schwesterstadt Cölln, den kürfürstlichen Stadtgründungen, wie z.B. der Dorotheenstadt oder der Friedrichstadt und letztlich der Bildung von Groß-Berlin im Jahre 1920 bei der bis dahin selbstständige Städte wie Spandau, Char-lottenburg oder Cöpenick mit dem alten Berlin zu einer 4-Millionen-Stadt zu-sammengefasst worden sind. Diese dezentrale Entwicklungsgeschichte hat zur Folge, dass es im heutigen Berlin eine Fülle von Sehenswürdigkeiten, nicht nur im Zentrum der Stadt, sondern auch in den Außenbezirken gibt. Zum Wahrzeichen der Stadt wurde das Brandenburger Tor, zu den unübersehbaren Landmarken der Fernsehturm am Alexanderplatz im Bezirk Mitte sowie der Funkturm im Ausstellungsgelände in Charlottenburg und das "Rote Rathaus" in Berlin Mitte, seit 1991 Sitz des Regierenden Bürgermeisters von Berlin.

Das Berliner Rathaus wird wegen der roten Backsteine ( und nicht aufgrund politischer Gesinnung) auch Rotes Rathaus genannt. Es ersetzte das an seiner nordwestlichen Ecke gelegene mittelalterliche Rathaus, das im Laufe der Jahrhunderte, bedingt durch Brände und Umbauten, zu einem Konglomerat unterschiedlichster Gebäudeteile geworden war und den funktionalen Ansprüchen längst nicht mehr genügte. Doch es dauerte bis in die 50er Jahre des 19. Jh., bis die Stadt, deren kommunale Selbständigkeit von den Kurfürsten und Königen ja immer wieder beschnitten worden war, an den Neubau eines repräsentativen Rathauses schritt. Den Bauauftrag erhielt 1860 Hermann Friedrich Waesemann, ehemals Assistent von Stüler und Mitglied der Ministerial-Baukommission.
Das im Stil der norditalienischen Hochrenaissance erbaute Haus ist viergeschossig mit vier Flügeln, aus dessen Mitte der Hauptfront sich der 97 m hohe Turm erhebt. Diesen schmückt eine große Turmuhr mit freischwingendem Pendel, die von Johann Meinhardt stammt.
Vorbild für den Turm war der Glockenturm der Kathedrale im französischen Laon. Das Außenfries wurde 1879 mit der "Steinernen Chronik", einem Terrakottafries in Höhe der 1. Etage (36 Tafeln von je 6 Meter Länge) verziert, welches Szenen aus der Geschichte Berlins enthält.
Das im Zweiten Weltkrieg stark beschädigte Gebäude wurde nach seinem Wiederaufbau 1951-58 Sitz des Ost-Berliner Magistrats, wohingegen das westliche Stadtparlament im Schöneberger Rathaus residierte. Nach der Wiedervereinigung zog der Regierende Bürgermeister zurück in das Berliner Rathaus. Die Skulptur (1958) von Fritz Kremer vor dem Gebäude stellt Berliner beim Wiederaufbau ihrer Stadt dar. Zu etwa 50 % im II. Weltkrieg zerstört, erfolgten von 1950-1958 Wiederherstellung und Umbau durch Fritz Meinhardt. Nach Restaurierungsarbeiten 1987/88 wurde ab 1991 das Rathaus für den Dienstsitz des Regierenden Bürgermeisters umgebaut. Seitdem trägt das Gebäude den offiziellen Namen Berliner Rathaus.
Mehrere Gedenktafeln informieren über die Geschichte des Baus und die Oberbürgermeister, hier amtierten. Erster Hausherr als Oberbürgermeister war bis 1872 Karl Theodor Seydel. Zu seinen Nachfolgern zählen Adolf Wermuth, Gustav Böß ( der in Faksimile diese Obligation zeichnete)und Heinrich Sahm. Nach dem II. Weltkrieg wirkte im Rathaus als erster Oberbürgermeister für Ost-Berlin Friedrich Ebert, ab 1967 Herbert Fechner und ab 1974 Erhard Krack. Als erster Regierender Bürgermeister für ganz Berlin zog 1991 Eberhard Diepgen ein. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz
Quelle: Cobbers, Arnt: Architekturführer. Die 100 wichtigsten Berliner Bauwerke. 4. Auflage, Berlin: Jaron Verlag 2002.

Ausruf: EUR 150,-
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den kompletten Katalog zum Download als pdf hier

 


Erhaltungshinweise (international)

UNC = UNICIRCULATED (ausgabefrisch, sauber, glatt)
EF = EXTREMELY FINE (kleine Faltspuren oder geringe Flecken)
VF = VERY FINE (Umlaufspuren, jedoch das Druckbild unbeschädigt)
F = FINE (Faltspuren oder kleine Einrisse)
VG = VERY GOOD (starke Umlaufspuren, evtl. Fehlstücke an Ecken und Rändern)
G = GOOD (Wie VG, jedoch evtl. fehlende Stücke im Druckbild)



Sollten Sie Fragen haben, beantworten wir Ihnen diese auch gerne am Telefon, rufen Sie an.



Auktions- und Handelshaus Reinhild Tschöpe
gegründet 1978

Historische Wertpapiere und Finanzdokumente

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