Auktionshaus Reinhild Tschöpe
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0024/2000

VEREINIGTE KÖNIGS- UND LAURAHÜTTE AKTIEN-GESELLSCHAFT FÜR BERGBAU UND HÜTTENBETRIEB

DM 120,-

Aktien über M 1.200; Berlin, 31. Oktober 1922; Farbe: hellgrün/oker/blau/weiß; Maße: 26,5 X 35.
- Die Gesellschaft wurde am 2.6.1871 mit Sitz in Berlin gegründet.

.Zweck: Betrieb des Bergbaus und Gewinnung von Mineralien und Fossilien aller Art, Verhüttung von Mineralien und Verwertung der Nebenprodukte. Sie übernahm für M 18,0 Mio. von dem Grafen Hugo Henckel Donnersmarck auf Naclo folgende Objekte zur Ausbeutung:
1.) Das Eisen- und Zinkhüttenwerk Königshütte bei Beuthen;
2.) Die Laurahütte mit einem Areal von 666 Morgen;
3.) Das Steinkohlenbergwerk Gräfin Laura in den Gemeinden Königshütte, Mittel-Lagiewnik u. Chorzow;
4.) Die Steinkohlengruben Laurahütte;
5.) Die auf einem Areal von rund 25 ha haftenden Eisenerzberechtigungen;
6.) Die Zinkhütte Lydognia und
7.) Das Blei- und Zinkerzbergwerk Wilhelm.
In der Folgezeit expandierte die Gesellschaft durch Übernahme weiterer Gruben und Hütten. Der Grundbesitz umfaßte 1913 insgesamt 3113 ha. Am 23. Juni 1922 sind sämtliche in Oberschlesien liegende Werke der Gesellschaft mit den durch den Genfer Spruch vom Deutschen Reich abgelösten Teilen Oberschlesiens unter polnische Staatshoheit gelangt. Mit Beschluß der H.V. vom 3. März 1925 wurde für die auf polnischem Boden liegenden Werke eine neue Aktiengesellschaft polnischen Rechts mit Sitz in Kattowitz gegründet. Das Grundkapital betrug Zloty 50,0 Mio., welche am 1.1.1926 als Kaufpreis für die abgegebenen Werke in den Besitz der "Vereinigten Königs- und Laurahütte AG für Bergbau und Hüttenbetrieb in Berlin" übergegangen ist. Der deutschen Gesellschaft verblieben die in Deutschland belegenen Anlagen und Werte. 1936 wurden die Besitzverhältnisse an der Kattowitzer Laurahütte neu geregelt. Hiernach übernahm eine von der polnischen Regierung beauftragte Aufnahmegesellschaft sämtliche im Besitz der deutschen Gruppe befindlichen Aktien gegen Bezahlung in Obligationen, die zum größten Teil vom polnischen Staat garantiert waren. Die deutsche Gruppe meldete daraufhin den Verlust der Hälfte des Grundkapitals und beschloß zu liquidieren. Sie wurde am 19. August 1936 aufgelöst. Im Juni 1923 wurden 75.000 Aktien zu je M 1.200 begeben. Die Stamm-Aktien wurden von einem Konsortium unter Führung von S. Bleichröder, Berlin, übernommen. Zu jener Zeit war der Geh. Bergrat Ewald Hilger (Sohn des Gewerken Ewald Hilger aus Essen) Direktor des Unternehmens, den Aufsichtsrat führte Generalkonsul Dr. Paul von Schwabach, beide Unterschriften finden sich in Faksimile auf der hier angebotenen Aktie. VF

DM 120,-


 

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