Auktionshaus Reinhild Tschöpe
Historische Wertpapiere und Finanzdokumente
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0027/2000
BERGBAU-AKTIENGESELLSCHAFT MEDIO-RHEIN

Preis: DM 3800,-

Aktien über Tlr. 100; Duisburg, den 1. Februar 1858; Farbe: beige, grau, schwarz; Maße: 35,6 X 47,3; Gründeremission! Handschriftliche Eintragungen und Originalunterschriften des Vorstandes bzw. der Direktion, rückseitig handschriftliche Indossamente, Originalunterschriften des Vorstandes bzw. der Direktion,
genaue Beschreibung zur Aktie gehörend wird mitgeliefert.

Die Gesellschaft wurde 1856 gegründet und im Februar 1857 durch königliche Order bestätigt. Das Grundkapital betrug Tlr. 500.000,- begeben in 5.000 Aktien zu je Tlr. 100,-. In den ersten Jahren bis 1859 konnte die Gesellschaft bereits keine Dividende zahlen. Aufgrund des Gesetzes zur Regelung von Bergwerksfeldern vom 22. Juli 1922 wurden die Felder Göcke, Richard und Aurora der sich mittlerweile in Liquidation befindlichen Medio Rhein dem Feld Diergardt - Mevissen II zugelegt.
Die Diergardt-Mevissen Bergbau AG, gegründet 1855 durch den Kaufmann Ferdinand Stein zu Rheydt, Kommerzienrat Friedrich Diergardt zu Viersen, Handelskammerpräsident Franz Wilhelm Königs zu Dülken u. Geh. Kommerzienrat Gustav Mevissen, gehörte zum Steinkohlenbergwerk Matthias Stinnes Aktiengesellschaft (Stinnes-Veba-Konzern). Durch die Zusammenlegung der Felder vergrößerte sich das Feld Diergardt auf 0,34 Mio. qm. Das Restfeld Aurora von 2,02 Mio qm wurde dann durch die Niederrheinische Kohlenhandelsgesellschaft Rheinhausen und die Westdeutsche Schiffahrts AG, Köln erworben, die dafür gleichzeitig die hunderteilige Gewerkschaft Diergardt Mevissen bildete. Letztere erwarb dann auch den restlichen Feldbesitz der Medio-Rhein, worauf dieser ganze Feldbesitz von 13 Mio qm unter dem Namen Konsolidierte Medio-Rhein vereinigt wurde.
Die Gestaltung der Aktie ist dem Wunderkind der Romantik, Theodor Mintrop (1814-1870, Düsseldorfer Malerschule) zuzuschreiben. Seine Signatur befindet sich in der Druckplatte (obere Ranke). Das Blatt stellt links die Metallverarbeitung, rechts den Vater Rhein dar; in einer Berghöhle mit Weinfaß und Kohle sieht man einen Handwerksburschen, zwei Heinzelmännchen und eine Kellnerin. Im Mittelpunkt befindet sich die Vedute der Zeche in Rheinnähe, Abbildung einer Eisenbahn im Hintergrund, rauchende Schlote, Malakow-Turm mit Seitenflügeln, ein Pferd zieht einen Kohlenzug zu einer Schütte über einem Kohlenschiff, der Ruhr-Aak. Eine Welt der hohen Kunst aus allegorischen Akademie-Athleten, Kunstranken, Engelchen, Heinzelmännchen, einem Jüngling und einem dienenden Weib steht völlig außerhalb der fast menschenleeren Fabriklandschaft - für die seinerzeit große Kluft zwischen Kapital und Arbeit.

Äusserst selten! Nur wenige Stücke verfügbar.

Die Lieferung erfolgt streng nach Eingang der Bestellung.

Preis: DM 3800 ,-


 

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