Auktionshaus Reinhild Tschöpe
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07/2001
EAGLE DIAMOND MINING COMPANY OF DE BEER'S LIMITED

Preis: 2800,- DM

Certificate über Sh. 1 zu L 100; Kimberley, Province of Griqualand West, Colony of the Cape of Good Hope,
15. März 1881; Farbe: weiß, schwarz; Maße: 26,5 X 27; eingetragen auf R. Fenton Esqur. of Kimberley.
Originalunterschrift John de Paß als Direktor.
Knickfalten, sonst EF. - Rarität!


Die weltgrößte Diamantenproduktions- und Handelsgesellschaft, die De Beers Consolidated Mines wurde 1880 von "Cecil Rhodes" (1853-1902)- auch Napoleon von Südafrika genannt - Barney Barnato, Woolf Joel und Alfred Beit, gebürtiger Hamburger und später eine der berühmtesten Finanzgrößen Südafrikas, gegründet. Das hier angebotenen Certificat dokumentiert eine weitere De Beer's Gründung. Die Initiative zum Zusammenschluß der meisten Kimberley-Minen zur De Beers Co. ging von Cecil Rhodes aus, der durch die Handelsmonopolisierung und weitere Goldfunde ein enormes Vermögen machte, das er größtenteils in den Dienst seiner imperialistischen Idee von der britischen Vorherrschaft in Afrika stellte.
1881, also im Gründungsjahr der Eagle Diamond Mining of De Beers Limited begann Rhodes politische Karriere in der Kapkolonie, während der er den Anschluß des Betschuanalands (1885) und des später nach ihm benannten Rhodesiens (1889) erreichte. Seit 1890 Premierminister, scheiterte sein großer Plan, mit Hilfe der "British South Africa Company" einen britischen Gesamtstaat zu schaffen, an dem Widerstand Transvaals: Die Buren konnten Rhodes militärischen Überfall abwehren und zwangen ihn dadurch indirekt zum Rücktritt (1896).
1888 fusionierte De Beers mit der Hauptkonkurrentin Kimberley Central Diamond Mining. Das Aktienkapital der De Beers wuchs bis 1901 sukzessive auf 3.950.00 Pfund an. Anläßlich der Reorganisation der De Beers 1888 haben sich die südafrikanischen Gründer (neben Rhodes A.Beit, Rudd, Rochford, Baguire u.a.)die Direktorenposten auf Lebenszeit vertraglich zugesichert, was die engl. Aktionäre als einen Betrug anzufechten versuchten, allerdings erfolglos. Nach dem Ausgang des Ersten Weltkrieges kam Südwestafrika unter das Mandat des Völkerbundes und später unter südafrikanische Verwaltung.
Nachdem alle Gründer von De Beers Consolidated Mining Ltd. gestorben waren, wurde die Diamantenindustrie von dem jungen, deutschstämmigen Unternehmer Ernest Oppenheimer drastisch verändert. Oppenheimer hatte das Diamantengeschäft in London und seit 1903 auch in Kimberley erlernt. Zunächst konzentrierte er sich aber auf den Goldbergbau, erwarb 1917 die Far East Corp. und gründete die Anglo American Corp. of South Africa, heute einer der wohl größten Bergbaukonzerne der Welt.
1920 erwarb Oppenheimer die beschlagnahmten Diamantenfelder in Südwestafrika. Unter der "Consolidated Mines of South West Africa konzentrierte er die sechs unabhängigen, ehemals deutschen Gesellschaften, kaufte 1922 weitere Minen hinzu und wurde 1929 Vorstandsvorsitzender bei De Beers Consolidated Mining.
De Beers kontrolliert bis heute über die Central Selling-Organisation den Diamantenhandel weltweit. Die Familie Oppenheimer bestimmt nach wie vor maßgeblich die Geschäftspolitik und Strategie bei De Beers. 1957 nach dem Tod von Sir Ernest Oppenheimer leitete dessen Sohn Harry das Unternehmen bis 1984, danach wurde Nicholas Oppenheimer stellvertretender Vorstandsvorsitzender.
Aktuell: Der südafrikanische Bergbau-Konzern Anglo-American plc., die Oppenheimer Familie und das botswanische Unternehmen Debswana haben ein Konsortium zur Übernahme des weltgrößten Diamantenhändlers De Beers gebildet, wobei Anglo American und die Oppenheimers 45% erwerben wollen und Debswana 10% (Gesamtwert 17 Milliarden Dollar).
EF -VF

Preis: 2800,- DM


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