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Berliner
Nord-Eisenbahn-Gesellschaft
Stamm-Prioritäts-Actie über Taler. 200
Pr. Crt.; Berlin, 1. Juli 1870; - Gründeraktie!
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Die Bahn wurde auf Anregung eines Stralsunder Vereins durch königl. Erlaß vom 18. Juni 1870 concessioniert.. Zweck: Bau und Betrieb einer Bahnverbindung über Oranienburg, Neustrelitz, Demmin und Grimmen nach Stralsund. Hintergründig stand der Bedarf, die Produkte der pommerschen Küste zur Versorgung der Berliner Bevölkerung problemloser transportieren zu können. Das Grundkapital belief sich auf Tlr. 12,5 Mio., begeben in Stücken zu je Tlr. 100. Die Aktienzeichnung hatte aufgrund der ungünstigen Lage des Geldmarktes zu jener Zeit und geringen Rentabilitätsaussichten nur sehr wenig Erfolg. Am 7. Februar enthüllte Eduard Lasker, Führer der Nationalliberalen Partei im preussischen Abgeordnetenhaus einige Schwindelmanöver des Eisenbahnkönigs Bethel Henry Strousberg. In dieStrousberg'schen Geschäfte waren auch die beiden Gründer der Berliner Nordbahn, Fürst Putbus (der Volksmund nannte ihn seinerzeit Fürst Kaputtbus) und Prinz Biron von Kurland, verwickelt. Die Enthüllungen Eduard Lasker's über Korruption und Schlamperei leiteten das Ende der Gesellschaft ein. Später übernahm der Staat die Bahn und vollendete den Bau. Begeben waren 62.500 Stamm-Aktien zu je Tlr. 100 und 31.250 Stamm-Aktien zu je Tlr 200 Pr. Crt. Die Faksimile.-Unterschriften der o.g. Gründer befinden sich auf dieser Aktie, die zweisprachig protokollierte. |
